«Der Bottminger Morgestraich hat etwas Mystisches»

Im Gegensatz zu Ettingen, Oberwil und Therwil hat «Bopmige» keine Aktivfasnacht und führt auch keinen Sonntagsumzug durch. Aber Bottmingen kennt seit Jahrzehnten – am Freitagmorgen – einen Morgestraich, der «etwa Mystisches hat», wie Gemeindepräsidentin Mélanie Krapp uns gegenüber erklärte. Wenn morgens ab 6 Uhr – in der Dunkelheit – die Primarschüler in selbst angefertigten Kostümen und Larven im Ortskern ihre Fasnacht feiern, gibt dies Gänsehaut-Stimmung. Bei Aktiven, sicher aber auch bei Begleitern und Anwohnern. Danach geht es in die fasnächtlich geschmückte Aula des Burggarten-Schulhauses, wo die muntere Schülerschar ihr verdientes Zmorge einnimmt – und selbstverständlich gehören die obligaten Räppli-Stopfete zum Tagesprogramm. Und danach heisst es «tschüss zämme», denn zwei Wochen Ferien stehen an.

Bereits bei Tageslicht, um 8.15 Uhr, gehen die Allerjüngsten auf ihren Parcours. Angeführt von Trommlern und Pfeifern kommen die Allermeisten erstmals mit Fasnacht in Berührung. Und am Strassenrand stehen die stolzen Eltern und Verwandtschaft und machen Aufnahmen und Fotos von einem Anlass, der Bottmingen bereichert. Ein Dank an die «Schule» respektive Lehrerschaft, die Jahr für Jahr dafür sorgt, dass der letzte «Schultag» vor den Sportferien zu einem einzigartigen, wunderbaren – oder eben mystischen – Morgen wird.

Georges Küng

Fotos: Küng

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