Ettingen ist bereit für die Fasnacht

Mit der Fasnachtsdekoration sind die Vorboten im Dorf angekommen. Am Donnerstag geht es los.

Seit vergangenem Samstag ist Ettingen fasnächtlich dekoriert. Rund 30 Helferinnen und Helfer machten sich morgens um zehn bei einigermassen freundlichem Wetter daran, das «Dorf am Blauen» stimmungsmässig auf das bunte Treiben vorzubereiten, das heute in einer Woche mit dem «Feisse Donnschtig» beginnt. Anwesend war natürlich «Obfrau» Claudia Thüring, die in diesem Jahr zum letzten Mal die oberste Fasnächtlerin ist: «Ein Highlight sind natürlich wieder jedes Jahr unsere wunderschönen Laternen, welche die Gemeinde bereits im Voraus aufhängt und die nachts leuchten. Auch herzlich bedanken möchte ich mich bei der Sponsorin der Wimpel mit dem Ettinger Wappen», so Thüring. Sie zeigt sich zufrieden mit der Dorfdekorations-Aktion: «Es gibt auch viele Junge, die mithelfen. Zwar immer wieder dieselben, aber trotzdem erfreulich.» Schön wäre es, wenn sich – auf die nächste Fasnacht – noch mehr Ettingerinnen und Ettinger finden würden, die bereit sind, Larven für die Dorfdekoration anzumalen.

Grundsätzlich steht Ettingen mit seiner Fasnacht im Vergleich zu anderen Gemeinden wie etwa Arlesheim, die fast gar keine Fasnacht mehr haben, relativ gut da. Auch in Ettingen haben zwar traditionelle Dorfveranstaltungen nicht mehr den selben Stellenwert wie früher – schliesslich ist man auch mobiler geworden, geht gerne auch mal woanders hin, lernt Neues kennen. Trotzdem ist Ettingen weit davon entfernt, ein Schlafdorf zu werden. Die recht gut ausgebaute Fasnacht mit «Feisse Donnschtig», «Ihnehoggede» am Samstag, Umzug am Sonntag sowie ein Montag und Dienstag mit Kindermaskenball, Wagenburg und «Guggeobe» beweist das Gegenteil. Nicht zu vergessen natürlich das Fasnachtsfeuer am 5. März. Und für einige Glückliche, die sich einen Platz an Ettingens grösster Vorfasnachtsveranstaltung sichern konnten, geht es ja an diesem Wochenende bereits los – das Guggerzytli ist wieder da!

Text & Fotos: Caspar Reimer