Besinnlicher Nachmittag im KulturWerk

Skulpturen, Bilder, Gedichte und Musik – all dies gab es am vergangenen Sonntag im KulturWerk zu sehen und zu hören.

Am Sonntag lud das Kulturwerk Ettingen zu einem besonderen künstlerischen Anlass: In den anheimelnden Räumlichkeiten im Altbau an der Hauptstrasse vereinigten sich Skulpturen von Klaus von Kreutziger mit den Bildern von Karola Stettler. Zudem gab es Gedichte und Klänge einer Bambusflöte zu hören. Viele Kulturinteressierte waren der Einladung gefolgt und genossen einen künstlerisch-besinnlichen Adventsnachmittag: «In der hektischen Weihnachtszeit wollten wir einen Anlass gestalten, der etwas Ruhe und Besinnlichkeit bringt», sagt die Präsidentin der Kulturkommission und Organisatorin des Anlasses, Elisabeth Dähler. In der noch jungen Geschichte des KulturWerks war der vergangene Sonntag sicherlich ein Höhepunkt, denn die Räumlichkeiten waren fast bis auf den letzten Platz gefüllt. «Ich bin überwältigt, dass so viele Leute gekommen sind», sagt Elisabeth Dähler erfreut.

Skulpturen aus Gedanken entstanden
Wie sich am Sonntag wieder gezeigt hat, eignen sich die Räume im KulturWerk bestens als Ausstellungsort. Sowohl Bilder wie auch Skulpturen kommen ansprechend zur Geltung. «Meine Skulpturen entstehen immer aus einem Gedanken heraus», sagt Klaus von Kreutziger über seine Kunstwerke. Worum es dem Künstler jeweils geht, lässt sich an Titeln wie «Zarte Annäherung», «Unmögliche Durchdringung» oder «Begegnung» erahnen. Klaus von Kreutziger begann seine berufliche Laufbahn als Maschinenbauingenieur, ging aber nach einigen Jahren einen ganz anderen Weg und liess sich zum Musiker ausbilden. Als solcher war er Cellist – unter anderem im Radiosinfonieorchester Basel. Noch in dieser Zeit begann er, für den Eigengebrauch Möbel anzufertigen, später wechselte er zu Skulpturen über. Schon mehr als 30 Kunstwerke hat der Künstler erschaffen.

Spiel mit Licht und Farben
Wie die Skulpturen von Klaus von Kreutziger lassen auch die Bilder von Karola Stettler viel Raum für eigene Interpretation. Im Spiel aus Licht und Farben, das manchmal fröhlich-hell und manchmal dunkel-nachdenklich daherkommt, mag jeder Betrachter und jede Betrachterin etwas anderes erkennen: «Ganz am Anfang meiner künstlerischen Tätigkeit hatte ich gegenständlich gearbeitet, also etwa Landschaften abgezeichnet. Mittlerweile bin ich ganz zum Spiel mit Licht und Farben übergegangen», erzählt die diplomierte Kunstmalerin und Mallehrerin. Ihre langjährige Erfahrungen gibt sie in Malkursen und Workshops weiter. Ein Höhepunkt war am vergangenen Sonntag die Lesung von Gedichten aus der Feder von Erhart von Kreutziger, dem Vater Klaus von Kreutzigers. Musikalisch wurden diese begleitet auf der Bambusflöte, gespielt von Peter Staiger. Die Ausstellung ist nochmals am kommenden Samstag zwischen 14 und 17 Uhr zu sehen – dann allerdings ohne Gedichte und Flöte.

Caspar Reimer

Foto: Reimer

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