Wenn an einem Freitagabend …

… über 600 Menschen aus Oberwil und den umliegenden Gemeinden (Biel-Benken, Binningen, Bottmingen) ins «mindere Basel» gehen, muss etwas Spezielles anstehen. Die Rede ist von der ordentlichen Generalversammlung (GV) der Raiffeisenbank Birsig Genossenschaft.

Als der Autor dieser Zeilen zur Jahrtausendwende erstmals eine GV der Raiffeisenbank Oberwil besuchte, fand diese in der Wehrlinhalle in Oberwil statt. Ich erfuhr, dass auch Biel-Benken und Bottmingen zur Raiffeisenbank Oberwil gehörten. Doch die Ortshalle genügte, denn es nahmen an der GV rund 270 Leute teil – so viele jedoch, dass die Versammlung sowohl oben in der Halle wie auch im unteren Trakt stattfand.

Es ist kein Geheimnis, dass Raiffeisen in den letzten 20 Jahren stark gewachsen ist. Die Mitbewerber auf dem Finanzmarkt werden dies bestätigen und anerkennen. Wachstum ist, allgemein, wünschenswert. Grösser werden kann (Platz-)Probleme bringen. Die Raiffeisenbank Oberwil, welche einst den längsten Namen der Schweiz trug, fusio-nierte mit anderen Raiffeisenbanken aus dem «BiBo-Land» (primär jenen im Hinteren Leimental), sodass die Geschäftsleitung beschloss, sich nach einer idealen Lokalität umzusehen.

Fündig wurde man im «Glaibasel», genauer im Congress Center Basel, dem übrigens grössten Kongresszentrum der Schweiz. Wir hörten, dass es die 5. GV der Raiffeisenbank Birsig war. Die Hunderten von Schnäggen (und Genossenschafter aus den drei anderen Orten) pilgern aber bereits seit 2009 nach Basel, um im Saal San Francisco die GV zu geniessen.

An der diesjährigen Jahresversammlung fanden sich genau 623 Stimmberechtigte in Basel ein. Aber die Raiffeisen Birsig unterhält an der GV auch zwei «Aussenstationen». In der Mehrzweckhalle «Mammut» in Hofstetten (wo Roland Benz der «Zeremonienmeister» war) fanden sich 224 Genossenschafterinnen und Genossenschafter ein. Und in der Mehrzweckhalle Witterswil, wo Martin Speiser als «Tätschmeister» agierte, nahmen 194 Raiffeisen-Mitglieder an der Versammlung teil. Das gibt die stolze Zahl von 1041 «Raiffeislerinnen und Raiffeislern». Dass die Anzahl von Teilnehmern in der Wehrlinhalle keinen Platz hat, leuchtet ein …

Im «Glaibasel» führten Reto Forrer, der Präsident des Verwaltungsrates, und Hanspeter Straumann, Vorsitzender der Bankleitung, durch die GV. Wie gewohnt abgeklärt, routiniert, ruhig und souverän – gespickt mit einigen Bonmots (danke, Reto!), aber auch mit Erläuterungen und Zahlen, welche die Komplexität der heutigen Finanzwelt und deren «unruhigen» Märkten aufzeigten. Nach genau 54 Minuten war die GV formell beendet. Zu ergänzen, dass sämtliche Jahresberichte und Zahlen einstimmig angenommen wurden. Diese können auf den Geschäftsstellen oder auf der Internet-Homepage gelesen werden. Und wie in all den Jahren gibt es eine wunderbare Aktion für Raiffeisen-Mitglieder – 50 Prozent «Ticino» lädt zu einem Besuch in die Südschweiz, oder der Sonnenstube der Schweiz, ein.

Grandioses «Schnägge»-Quartett
Dass bei Raiffeisen-Anlässen (nicht nur an Generalversammlungen) das Kulinarische stets ein Leckerbissen ist, war auch heuer nicht anders. Beeindruckend, wie die Catering-Crew – fast schon «generalstabsmässig» – flink und ohne Hektik dafür sorgte, dass die 623 Anwesenden ein wunderbares Menü, mit feinstem Dessert, geniessen konnten. Ein anderes «Dessert» waren die … 4-lefanz! Sie, und das sind Martin Häne, Rolf Lerch, Peter Wyss und Christoph Zehnder (in alphabetischer Reihenfolge), werden mir verzeihen, dass ich sie «versüsst» habe … aber was dieses Quartett auf der gros-sen Bühne sang, das war allerbeste Kost. Das war ganz grosses Kino. Gut, es ist ihr gewohntes Level – die 4-lefanz müssen im Birsig- und Leimental nicht mehr vorgestellt werden. Sie sind eine künstlerische Institution mit viel, viel Tiefgang.

Und irgendwann, weit vor Mitternacht, machten sich die Leimentaler wieder auf den Heimweg nach Biel-Benken, Binningen, Bottmingen oder Oberwil. Oder zumindest der Grossteil davon …

Georges Küng

Hanspeter Straumann (links) und Reto Forrer konnten im Congress Center Basel 623 Mitglieder zur ordentlichen GV begrüssen (mit Hofstetten und Witterswil war es ein Total von 1041), die allen Berichten einstimmig zustimmten. Den Showblock bestritten die 4-lefanz mit Rolf Lerch, Peter Wyss, Martin Häne und Christoph Zehnder (von links nach rechts) – und für ihre zwei Auftritte gab es Standing Ovations und Zugaberufe. Fotos: zVg

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