Die Stimmbürgerinnen und -bürger haben immer Recht

Oberwil hat bezüglich des Planungskredites für das Projekt «Eisweiherplus» entschieden. Bei einer hohen Stimmbeteiligung von 55,53 Prozent wurde das Kreditbegehren der Gemeinde klar mit 2870 Nein- zu 1072 Jastimmen abgelehnt.

Noch nie hatte der «Birsigtal-Bote» im Vorfeld zu einer kommunalen Abstimmung (und auch nicht zu kantonalen nder eidgenössischen Urnengängen) derart viele Leserbriefe erhalten. In den letzten vier Ausgaben konnte man über 100 Voten von Befürwortern und Gegnern lesen – hart in der Sache, aber fair im Ton mit dem politischen Rivalen.

Gespannt wartete man auf das Ergebnis – und bereits nach den ersten Auszählungen war klar, dass es kein «Kopf-an-Kopf»-Rennen geben würde. Das End¬verdikt ist deutlich, lässt weder ein «Ja, aber» noch ein «Wenn und Vielleicht» zu. 72,46 Prozent sagten Nein, 27,54 befürworteten den Kredit und die Fortführung eines Projektes, das visionär ist und als Generationenprojekt bezeichnet werden muss.

Wir haben nie Stellung bezogen. Weil dies nicht unsere Aufgabe ist und der Chronist nicht im «Schnäggedorf» wohnt. Aber wir haben die letzten Monate sehr genau verfolgt. Wir werden jetzt auch nicht profunde Analysen anstellen oder Vermutungen aufstellen. Uns liegt es auch fern, von Siegern und Verlierern zu sprechen. Und Wörter wie Abfuhr, Debakel und Denkzettel (für den Gemeinderat), welche man in der Tagespresse lesen konnte, sind in unserem Repertoire nicht vorhanden.

Wir hatten auf eine hohe Stimmbeteiligung gehofft, damit es auch sehr repräsentativ ist. Wir hatten insgeheim sogar auf gegen 60 Prozent gehofft; aber mit knapp 53 Prozent konnte, für eine lokale Abstimmung, ein starkes Zeichen gesetzt werden. Und das Resultat ist schlicht das Spiegelbild der «Vox populi» respektive dem Volksbefinden.

Auf der Gemeindeseite lesen Sie die offizielle Pressemitteilung der Oberwiler Exekutive. In dieser Ausgabe hat es weitere Stellungnahmen – und ob, und in welcher Form, das Projekt «Eisweiher» weitergeht, wissen derzeit die Götter …

Georges Küng

Am 28. September 2016 stimmte die Gemeindeversammlung dem Planungskredit zu. Am 26. Oktober reichte ein Komitee das Referendum ein, was zu einem Urnengang führte. Und bei der Podiumsdiskussion vom 24. Januar 2017 war noch nicht spürbar, dass die Abstimmung ein derart klares Resultat bringen würden. Fotos: Küng

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