Von fasnächtlichen Denkmälern …

«Mir setzä n´is ä Dänggmol» – so lautet das diesjährige Sujet der Therwiler Fasnacht. BiBo berichtete vor einer Woche von der gelungenen Plakettentaufe auf der Piazzetta, wo bereits feine (Vor-)Fasnachtsstimmung aufkam.

Es ist Usus, dass wir den/die Gewinner/Gewinnerin des Sujets und Plaketten-Entwurfes mittels Interview unserer Leserschaft vorstellen. Zum dritten Mal ist es Christoph Gschwind (nach 2009 und 2011), den man als «Vater des Sujet und der Plakette» bezeichnen muss.

Diesmal gibt es ein Novum, denn in verdankenswerter Weise hat uns Herr Gschwind erlaubt, dass wir seine Rede, die er an der Taufe der «Blaggedde» hielt, publizieren dürfen. Geschrieben übrigens in Därwiler Dytsch!

Liebi Fasnächtlerinnä, liebi Fasnächtler, liebi Fasnachtsfründä
Ich freu mi sehr, dass ich mit mim Plakettäentwurf und em Sujetvorschlag «Mir setzä n`is ä Dängmol» unser Fasnachtskomitee ha chönä überzügä und hoff natürlich, dass au dir Gfallä an dr neuä Plakettä und em Sujet händ.

Inschpiration für mi Sujet- und Plakettäidee isch ä Zitigsusschnitt im Septämber gsi, 1 Wuchä vor Abgabeschluss vom Plakettäwettbewärb, mit dr Überschrift:

«Therwil zeigt seine Schätze: 
Die Denkmalpflege Basel-Landschaft wählte Therwil als Ort für die Denkmaltage vom kommenden Wochenende aus».
D’Wahl isch vo dr Dängmolpfläg troffä wordä ufgrund vo dr glungenä Renovation vo unserer schöne Barokchilchä St. Stephan, wo flankiert isch vom ä idylische Ensemble dängmolgschützter Gebäude – dr neu renoviertä Überbauig «Schmitti».
Mi Sujetidee «Mir setzä n`is ä Dängmol» isch gebohrä gsi.
D`Plakettä zeigt im unterä Teil ä Stügg alts Därwil: s’Dorfmuseum mit dr unter dä Augä vom Dängmolschutz neu renoviertä Überbauig «Schmitti» und links die knapp 400 jöhrigi Barokchilchä St. Stephan. Sie erstrahlt nach dr Ussä- und Innäsanierig wieder im neuä Glanz.
Im Zentrum vo dr Plakettä isch ä jungblibeni alti Dantä, wo uf em Dängmolsoggel stoht und vo sich ä Selfie macht. Umrahmt isch si vom ä Schnitzelbängler und emä Guggämusiger.
Jä, s`isch hüt in Modä, sich sälber in Szenä z`setzä und alli Wält über Facebook an sim Läbä teilha zlo. Dr Fasnachtsnarr obä links, uf em Schnitzelbanghelgä sitzend, hebt dr Dumä in d`Höchi und zwinkeret der altä Dantä ironisch zue.
Jä – so setzt sich jedä uf sini Art – ä Dängmol.

Abschliessend möcht ich mit ämä chleinä Versli zämmäfassä:
1. D`Dängmolpfläg vom Baselbiet het Därwil – ich find das zwäg – userchorä als Baselbieter Hauptort – für die Europäischä Dängmoldäg
2. So glänzt nach dr Renovierig unseri St. Stephanschilchä – im neuä Chleid
Sie isch s`schönschtä Barokdängmol – wit und breit
3. Und neu in dr Chilchä – ganz hintä – duen 8 Frauä apéritivlä und vrzellä
So düen sich die Frauä – ä katholischs Dängmol ufstellä
4. Au die dängmolgschützti Überbauig «Schmitti» – het me fachgrächt renoviert
und so ä alts Stück Därwilergschicht – für d`Nochwält konserviert
5. Modärn sig`s – ich find`s zum schmunzlä – muess ä bitz lachä
sich sälber ä Dängmol z`setzä – me duet ä Selfi – für`s Facebook machä
6. Doch eins isch klar – ei Kulturdängmol – düen mir alli bsunders schetzä
hejo – unseri Därwiler Fasnacht – so löhnt is Johr für Johr neu – ä fasnächtlichs Dängmol setzä

In däm Sinn wünsch ich allnä ä schöni Vorfasnachtszit, dä Fasnächtler viel Spass 
bi dä Vorbereitigä und scho jetzt ä schöni Därwiler-Fasnacht 2020 – unterem Sujet:
«Mir setzä n`is ä Dängmol»



BiBo wird jede Woche etwas Fasnächtliches bringen und ist sicher, dass nicht nur bei den Aktiven das Fasnachtsfieber langsam über 37 Grad geklettert ist …

Georges Küng