Das 45. Robi-Fest ist ein Kinder-Familien-Anlass

Es war am 2. September 2002 (lang ist es her), als BiBo an dieser Stelle «Robi-Spielplatz – seit 28 Jahren nicht mehr wegzudenken» titelte, und zwar als Frontchronik. Zu diesen 28 Jahren sind weitere 17 Jahre gekommen – und an diesem Wochenende, von Freitag bis Sonntag, feiert «tout Därwil» ein einzigartiges Fest.

kü. 45 Jahre dürfen als Ära oder Epoche bezeichnet werden. Einst waren dies zwei Generationen, heute, wo alles schnelllebiger ist, darf man von einem Wandel der Gesellschaft und der Zeit sprechen.
Die Robinson-Spielplätze kamen Ende der 70er-Jahre in der Schweiz, respektive Basel/Nordwestschweiz (welche eine Pionierrolle einnahmen) auf. Diese «Robis», welche Kindern und Jugendlichen eine kreative und innovative Oase des Spielens und Sich-Entfaltens in der Natur waren, sind auch heute, im Zeitalter der Computerisierung und Digitalisierung, kein Anachronismus. Der Robi-Spielplatz in Therwil, der – ohne falschen Lokalpatriotismus als einer der schönsten im Lande gilt – beweist dies seit jeher.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich vieles ge- und verändert. Die Technologie hat Einzug gehalten; (leider!) auch bezüglich der Spielzeuge und -formen. Und dennoch haben Robi-Spielplätze, wohl mehr denn je, ihre Berechtigung. Der Robi in Therwil übt auch eine Art Zentrumsfunktion aus, denn ausser in Binningen hat es im ganzen «BiBo»-Land keinen einzigen Spielplatz dieser Art. Kein Wunder, dass man auf dem Robi Therwil (er ist der grösste und vielfältigste in der Region) auch Kinder aus Bättwil, Biel-Benken, Bottmingen, Oberwil und Witterswil antrifft. Aber auch sogenannte «Stadtkinder» kommen gerne auf den Robi – denn in der Grossstadt, wo Grün verschwindet und Beton gefördert wird, erleben diese Kinder und Jugendliche, dass Action und Spannung nicht primär durch High-Tech-Geräte der Industrie gefördert wird, sondern durch das Miteinander-Spielen in einer intakten Naturlandschaft, zu der auch Pflanzen und Tiere gehört. Erde und Wasser sind Naturelemente – egal, ob man bastelt, baut oder sonst handwerklich-kreativ ist – kein Computer dieser Welt ersetzt diese Urart des Spielens.

Drei Tage lang finden für Jung und Alt aus nah und fern Attraktionen statt. Wir werden garantiert Menschen antreffen, welche zur 1. Generation gehören, die damals, in den 70er-Jahren, auf dem Robi spielten. Im Wissen, dass damals halt vieles «anders» war. Heute sind einige dieser Leute bereits Oma und Opa.

Kurzum: Das «BiBo-Land» erweist dem Robi-Spielplatz zum 45. Dreitages-Jahresfest seine Reverenz. Die Bilderauswahl erstreckt sich übrigens über die letzten Jahrzehnte. Einige dieser Kids sind heute Jugendliche oder junge Erwachsene!

Georges Küng

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