UNICEF zeichnet Therwil als «kinderfreundliche Gemeinde» aus

Im Rahmen der Bundesfeier, welche im 99er-Dorf bereits am 31. Juli auf dem Areal des Bahnhofschulhauses stattfindet, wird Gemeinderätin Barbara Walsoe die Auszeichnung «Kinderfreundliche Gemeinde» entgegennehmen.

Ob die Therwilerinnen und Therwiler nicht ganz «100» ticken, lassen wir offen. Dass die 99er zu feiern wissen, ist weit über die Talgrenzen hinaus bekannt. Und dass sich viele Menschen engagieren, konnte man im letzten BiBo, beim Interview mit Matthias Hubeli, dem OK-Präsidenten des «LandFest17», lesen. Vorher aber gibt es in «Därwil» einen Anlass, der stets auf eine grosse Resonanz stösst. Die Rede ist von der 1.-August-Feier, die seit vielen Jahren (Jahrzehnten) bereits am Vortag begangen wird. Das Programm ist wie immer abwechslungsreich und spektakulär – und dem Chronisten sei die persönliche Anmerkung erlaubt, dass der Festredner (Ueli Mäder), ein emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Basel) Dinge sagt, über die es profund nachzudenken gilt …

90 Minuten vorher (Programm siehe auf der Gemeindeseite) wird Therwil das UNICEF-Label «Kinderfreundliche Gemeinde» erhalten. BiBo hat bereits mehrmals darauf hingewiesen und fasst kurz zusammen, was hinter dieser Auszeichnung steckt.

Die UNICEF-Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» (KFG) fördert gezielt die Steigerung der Kinderfreundlichkeit im nächsten Lebensumfeld der Kinder. Gemeinden haben die Möglichkeit, eine Standortbestimmung durchzuführen und mit dem Label «Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnet zu werden. Kinderfreundlichkeit zeigt sich darin, wie die Rechte der Kinder auf Anhörung, Förderung, Gleichbehandlung und Schutz in folgenden Bereichen umgesetzt werden:

- Verwaltung und Politik
- Schule
- Familienergänzende Betreuung
- Kinder- und Jugendschutz
- Gesundheit
- Freizeit und Wohnumfeld

Um diese Auszeichnung zu bekommen, müssen diverse Kriterien erfüllt werden. Unter anderem muss die Gemeinde einen umfangreichen Fragenkatalog (Standortbestimmung) beantworten. Es müssen Veranstaltungen (Workshops) mit Kindern und Jugendlichen organisiert werden, wo eine Evaluation der Gemeinde vor Ort durchgeführt wird. Mit Freude und berechtigtem Stolz konnte Monika Wyss, Verantwortliche für Kommunikation und Anlässe der Gemeinde, dem BiBo mitteilen, dass «wir den Prozess durchlaufen und den Test bestanden haben».

Dass Therwil diese UNICEF-Auszeichnung entgegennehmen darf, ist auch ein Verdienst von Urs Widmer und seinem Team. Sie sind für die Jugendarbeit in der Gemeinde (mit-)verantwortlich – und erst kürzlich fand auf dem Dorfplatz der Event «CULT» (BiBo berichtete ausführlich) statt, der auf grosse Resonanz stiess. Wir sind sicher, dass die Therwiler Bevölkerung am nächsten Montag in Scharen an die 1.-August-Feier kommen wird. Und mit Stolz der Auszeichnung «kinderfreundliche Gemeinde» beiwohnen wird. Denn die hohe Lebensqualität im 99er-Dorf hängt auch damit zusammen, wie sich die Erwachsenen von morgen heute fühlen!

Georges Küng

Anlässlich der 1.-August-Feier wird Gemeinderätin Barbara Walsoe (rechts) das UNICEF-Label «Kinderfreundliche Gemeinde» entgegennehmen. Und am Nationalfeiertag werden die Jüngsten garantiert ihren Spass haben. Fotos Küng

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