GEMEINDERAT
Gruss zum neuen Jahr

  08.01.2026 Bottmingen

Geschätzte Einwohnerinnen und Einwohner von Bottmingen

Ich wünsche Ihnen – auch im Namen des gesamten Gemeinderats – ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr. Ich hoffe, Sie konnten die Feiertage im Kreis Ihrer Familien, Freunde und Nachbarn geniessen.

In unserer Region war im vergangenen Jahr einiges los: Der Eurovision Song Contest (mit einem Bottminger Kurzauftritt) hat im Mai Menschen aus ganz Europa zusammengebracht – mit Musik, Emotionen und einem weltoffenen Geist, der weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlte. Im Sommer haben wir dann die Fussball-Europameisterschaft der Frauen gefeiert – mit begeisternden Spielen, Leidenschaft und Teamgeist, und mit einer Sichtbarkeit, die den Frauenfussball nachhaltig gestärkt hat. Diese beiden Ereignisse stehen sinnbildlich für etwas, das wir alle brauchen: Zuversicht, Offenheit und die Freude am Miteinander.

Natürlich war das Jahr 2025 nicht nur leicht. Die Welt bleibt unruhig: Kriege, Konflikte, Klimakrisen, wirtschaftliche Unsicherheiten – all das fordert uns heraus. Viele spüren es im Alltag: steigende Preise, veränderte Märkte, neue Unsicherheiten. Diese Entwicklungen gehen auch an einer Gemeinde wie Bottmingen nicht spurlos vorbei.

Und doch, liebe Bottmingerinnen und Bottminger, haben wir Grund, mit Zuversicht in das neue Jahr zu blicken. Denn gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, was eine Gemeinschaft leisten kann, wenn sie zusammenhält.

Auf Gemeindeebene standen auch wir im vergangenen Jahr vor Herausforderungen. Unser Finanzhaushalt ist angespannt. Die gestiegenen Kosten für Bildung und Gesundheit, aber auch zusätzliche Aufgaben haben uns einiges abverlangt. Doch gemeinsam – durch umsichtiges Handeln, durch Sparsamkeit, aber auch durch Verantwortungsbewusstsein – ist es uns gelungen, den Haushalt zu stabilisieren. Das war kein leichter Weg, aber ein notwendiger und richtiger Schritt.

Nun stehen wir an einem Punkt, an dem wir wieder nach vorn blicken sollen.

Vor uns liegen wichtige Investitionen – in Schule, Werkhof und Bibliothek sowie in die Weiterentwicklung der öffentlichen Einrichtungen. Das braucht nicht nur Geld, sondern auch Mut, Zusammenhalt und klare Prioritäten. Wir wissen: Wir können nicht alles gleichzeitig, aber wir können Schritt für Schritt das Notwendige und das Richtige tun. Wichtig dabei ist: Wir müssen unsere Probleme gemeinsam angehen. Nicht gegeneinander, sondern miteinander. Nicht mit dem Blick nur auf das eigene Interesse, sondern mit dem Bewusstsein, dass unser Gemeinwohl grösser ist als jeder Einzelne von uns. Das heisst: zuhören, miteinander reden, Ideen einbringen, Kritik äussern – aber immer mit Respekt und dem Ziel, gemeinsam Lösungen zu finden. Denn nur so bleibt unsere Gemeinde das, was sie ausmacht: ein Ort, an dem man sich kennt, an dem man sich hilft, an dem man füreinander einsteht.

Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Welt unübersichtlicher scheint, ist es umso wichtiger, dass wir uns auf das Wesentliche besinnen: auf das, was uns verbindet. Auf das, was uns stark macht. Auf unsere Gemeinschaft. Und diese Gemeinschaft lebt nicht von Verordnungen oder Haushaltszahlen – sie lebt von Menschen: von Ihnen. Von all denen, die sich ehrenamtlich engagieren, in Vereinen, in der Feuerwehr, in der Kirche, in der Jugendarbeit. Sie alle tragen dazu bei, dass unsere Gemeinde mehr ist als ein Ort auf der Landkarte – nämlich ein Zuhause.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein Jahr voller Vertrauen, Zusammenhalt und Hoffnung: Es guets Nöis!


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