GEMEINDERAT UND VERWALTUNG
Adieu Philipp Bollinger und herzlichen Dank
16.04.2026
Bottmingen
Per Ende März 2026 ist Philipp Bollinger, für den Geschäftsbereich Soziales/ Gesundheit/Kultur verantwortliches Gemeinderatsmitglied und Vizepräsident, aus der Exekutive zurückgetreten – dies nach rund 22 Jahren aktiven Wirkens im Gemeinderat. Grund genug zurückzuschauen:
Anfang 1986 hat Philipp Bollinger durch seine Wahl in die Ortsschulpflege (heutiger Schulrat) erstmals die politische Bühne von Bottmingen betreten. In dieser Behörde engagierte er sich bis Ende 1999, die letzten vier Jahre als deren Präsident. In dieser Zeit machte er auch einen kurzen Abstecher in die Gemeindekommission (1995/1996).
Dann, am 1. Juli 2004, trat er sein neues Amt als Gemeinderat an. Er übernahm den Geschäftsbereich Bildung, Sport und Freizeit, dem er während 12 Jahren treu blieb. Damit nahm er als Gemeinderatsdelegierter wiederum Einsitz im Schulrat sowie in diversen Fachkommissionen.
Ab 1. Juli 2016 wechselte er zum Geschäftsbereich Alter und Pflege und wurde zudem zum Vizepräsidenten ernannt. Vier Jahre später kam noch der Themenbereich Soziales hinzu (und damit verbunden seine Delegation in die Sozialhilfebehörde) und ab Januar 2024 übernahm er – zur Entlastung des Geschäftsbereichs Bildung – zudem die Themenbereiche Erwachsenenbildung, Bibliothek und Kindes- und Erwachsenenschutz. Und – als wäre das noch nicht genug – hat er ab Mitte 2024 auch noch den Kulturbereich übernommen.
In den zwei Jahrzehnten der Ära Bollinger hat sich die Gemeinde stark entwickelt. Hier eine kleine Auswahl an Highlights, an deren Umsetzung Philipp Bollinger massgeblich mitgewirkt hat:
Im Bereich Bildung erfolgte nach einem zweijährigen Versuchsbetrieb ab Schuljahr 2007/08 die definitive Einführung der schulergänzenden Kinderbetreuung im Rahmen der Tagesstrukturen Bottmingen. Eine Erfolgsgeschichte, wie die hohen Belegungszahlen bis heute bestätigen. Im Weiteren war die Zeit ab 2011 durch das Projekt HarmoS (Bildungsharmonisierung der Volksschulen in der Schweiz) geprägt; in einem aufwendigen und herausfordernden Prozess konnte dieses im Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen werden. Und im Zuge von HarmoS erfolgten in der Zeit von 2014 bis 2016 folgende Erweiterungs- und Sanierungsprojekte: neues Gebäude für Tagesstrukturen und Kindergarten im Talholz, Sanierung des Talholzschulhauses und Umbau des Burggartenschulhauses.
Auch die Schul- und Gemeindebibliothek hat sich in dieser Zeit stark entwickelt: 2005 erfolgte eine grössere Erweiterung am Standort Burggartenschulhaus und im Jahr 2012 konnte die neue Bibliothek im Obergeschoss der Mietliegenschaft Schlossgasse 10 eröffnet werden.
Sport und Freizeit: Nach Durchführung eines Architekturwettbewerbs wurde in den Jahren 2007/2008 das Garderobengebäude im Gartenbad komplett erneuert.
Im Bereich Alter wurde die Zusammenarbeit mit Oberwil intensiviert; im Jahr 2017 hat die gemeinsame Altersfachkommission Bottmingen-Oberwil ihre Arbeit aufgenommen und im August desselben Jahres die gemeinsame Projektstelle Alter mit Sitz in Oberwil besetzt. Damit begann die Umsetzung der gemeinsam ausgearbeiteten Altersstrategie. Später, im Jahr 2020, erfolgte der Zusammenschluss der hinteren Leimentaler Gemeinden zur Versorgungsregion Betreuung, Pflege und Alter (BPA) Leimental und 2021 der Aufbau der Informations- und Beratungsstelle der Versorgungsregion BPA.
Kultur: Eines der letzten Projekte von Philipp Bollinger war die Ausarbeitung eines Kulturleitbilds, das vom Gemeinderat im März 2026 verabschiedet wurde.
Philipp Bollinger hat sich in all seine Zuständigkeitsbereiche mit grossem Engagement und Sachverstand eingearbeitet, hat sein umfassendes Know-how eingesetzt und ist mit Herzblut für seine Überzeugungen eingetreten – stets mit dem Ziel vor Augen, für die Gemeinde Bottmingen gute und zukunftsweisende Lösungen zu finden. Seine Handlungsweise war geprägt durch Umsicht, Empathie und Konsensbereitschaft – immer gespickt auch mit einer Prise Humor und Witz. Er war seinen Gemeinderatskolleginnen und -kollegen, den Verwaltungsmitarbeitenden und auch der Bevölkerung stets ein aufmerksamer, interessierter und kompetenter Gesprächspartner und begegnete ihnen offen und mit Wertschätzung. Seine konstruktiven Beiträge wurden sehr geschätzt.
Philipp, wir danken dir aufrichtig für dein langjähriges und wertvolles Engagement zum Wohl der Gemeinde und wünschen dir für die Zukunft alles Gute. Machs gut!
Gemeinderat und Verwaltung

