LESERBRIEF
Argumente für ein Ja zur 200-Franken-SRG-Initiative
19.02.2026
Therwil
SRG-Generaldirektorin Susanne Wille warnt, die 200-Franken-Initiative mache die SRG kaputt, es werde damit der SRG-Untergang eingeläutet. Zuhanden potenzieller Investoren veranlassten sie und SRG-Finanzchef Thomas Egger eine Präsentation, in der steht: «Die Annahme (der Initiative) würde eine strategische Anpassung erfordern – die SRG könne ihren Auftrag aber weiterhin erfüllen», also auch mit einer Gebührenreduktion. Da sie gegenüber möglichen Finanzinvestoren zur Wahrheit verpflichtet ist, sagte sie somit das pure Gegenteil. Weitere gewichtige Gründe für ein Ja: Nach Statut ist die SRG ein nach Aktienrecht geführter privater Verein und bezahlt als Privatunternehmen keine Steuern, d.h. in der Schweiz als einziges befreit von der Unternehmenssteuer. In den letzten drei Jahren machte die SRG 80 Mio. Franken steuerfreien Gewinn, im Vergleich zu den steuerzahlenden Staatsbetrieben Swisscom u. Post. Die SRG verteidige die Demokratie, diese ist 735! Jahre alt (SRG 95) und funktionierte auch ohne SRG sehr gut. Zusammenhalt sei wichtig, das SRG-Medienverhalten sorgt aber nicht etwa als «Klammer», eher als Spalterin mit politischer Schlagseite. Die SRG schütze vor Fakes. Erinnert sei an folgende: Die CH-Luftwaffe wolle die Tschechische Republik angreifen; CH-Mieten würden seit Jahren sinken; die Corona-Impfung schütze vor Ansteckung. Schöngeredet oder verschwiegen werden auch Asylgesuche/Zuwanderung. 2025 hätten 26'000 ein Asylgesuch gestellt, 83'000 die Schweiz verlassen, verschwiegen wurden die gleichzeitig 165'000 Zugewanderten. Die SRG-Ombudsstelle verurteilte die Redaktionen sechs Mal wegen einseitiger Berichterstattung. Mit einem JA werden nicht zuletzt auch Firmen entlastet, da diese die Zwangsabgaben bereits privat leisten.
Ruth Jeker, Therwil
