LESERBRIEFE
Bald deutsche MwSt.- Verhältnisse?
02.07.2026
Therwil
Kürzlich habe ich einen Zeitungsartikel vom Februar 2024 hervorgekramt, um nachzulesen, was Samira Marti damals auf einer Podiumsdiskussion zur AHV-Finanzierung sagte. Ich erinnerte mich richtig: Mit steigender Produktivität werde die Lohnsumme überproportional zunehmen. «Damit wird auch die Finanzierung der 13. AHV-Altersrente sichergestellt.» Man darf sich irren, Samira. Aber diese falsche Prognose nun mit einem MwSt.-Erhöhungs-Pflästerlein zu verdecken, ist keine Lösung. Die Abstimmung ist erst im Herbst, dennoch möchte ich schon heute appellieren: Bitte lehnen Sie die MwSt.-Erhöhung ab. Das Parlament braucht den Reformdruck, um eine strukturelle und nachhaltige AHV-2030-Reform anzugehen. Gelingt das nicht, drohen uns schrittweise steigende Steuern. Steuern, die wir nie wieder loswerden. Und damit langfristig deutsche Verhältnisse. Ich glaube im Namen meiner Generation zu sprechen: Wir sind nicht bereit, immer neue Steuerlasten zu tragen, solange die eigentlichen Strukturprobleme ungelöst bleiben.
Justin Gauch (Jungfreisinnige)
