LESERBRIEF
Reaktion auf Leserbrief zum Berufsbildungsgesetz von Otto Schwarzenbach

  15.01.2026 Therwil

Toll, dass man letzte Woche im Leserbrief von Otto Schwarzenbach erfahren durfte, dass Berufsfachleute mit auf der abgeschlossenen Lehre aufbauenden eidgenössisch anerkannten Berufsprüfungen bzw. nach einem Bildungsgang der höheren Fachschulen neu den Titel «Professional Bachelor» tragen können. Wer darauf aufbauend noch eine weitere eidg. anerkannte höhere Fachprüfung ablegt, kann neu sogar den Titel «Professional Master» für sich in Anspruch nehmen. Es ist sehr interessant, die parlamentarische Debatte und Entwicklung dazu im Internet zu verfolgen. Das Ganze geht zurück auf entsprechende Anpassungen in Deutschland im Jahr 2020 und auf Motionen in der Schweiz aus dem Jahr 2011. Die Idee, dass damit die praxisbezogene, also auf der Berufslehre aufbauende Weiterbildung attraktiver und international anerkannter gemacht werden soll, ist grundsätzlich gut.

Völlig unnötig ist aber, dass Herr Schwarzenbach am Schluss seines Leserbriefs die SVP diffamiert. Seine Zahlen zum Abstimmungsverhalten der Nationalräte sind leider falsch. Anzumerken ist, dass der Ja-Stimmen Anteil in der SVP-Fraktion auch deutlich höher war, wie derjenige der FDP-Liberalen-Fraktion. Unsere SVP-Nationalräte Sandra Sollberger und Thomas Decourten unterstützen die Vorlage. Es gibt tatsächlich auch gute Gründe, weshalb man der Änderung des Berufsbildungsgesetzes mit Skepsis begegnen kann: Ist es z. B. richtig, dass die höheren Berufsprüfungen in der Schweiz neu auch auf Englisch abgelegt werden können?

Alexander Geigy




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