Sommerlaune in unseren Gemeinden
20.08.2026Manchmal braucht es keinen grossen Anlass, um zu erkennen, wie viel in einem Dorf steckt. Ein Blick auf das genügt, was Menschen auf die Beine stellen: Sie singen, organisieren, feiern, sammeln, bewahren und musizieren. Genau davon erzählen die vier Hauptgeschichten dieser BiBo-Ausgabe aus Bottmingen, Oberwil, Therwil und Ettingen.
In Bottmingen wird es magisch. Allerdings nicht mit Zauberstab oder Spezialeffekten, sondern mit 36 Frauen, ihren Stimmen, Choreografien und einer gehörigen Portion Einsatz. Der Frauenchor Melodiva bereitet sich auf sein Jahreskonzert «It’s magic» vor und zeigt dabei, wie viel Arbeit hinter einem Auftritt steckt.
In Oberwil geht es ebenfalls um Engagement, um eines, das viele Menschen kennen und das dennoch nicht selbstverständlich ist. Mehr als 100 Vereine gibt es im Dorf. Nun soll mit der «IG Vereine Oberwil» eine neue Anlaufstelle entstehen, die bei Fragen zu Organisation, Infrastruktur, Nachwuchsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit Unterstützung bietet. Hinter der Initiative steht die Überzeugung, dass Vereine weit mehr sind als eine Freizeitbeschäftigung. Hier lernen sich Menschen kennen, übernehmen Verantwortung und bringen eigene Ideen ein.
Therwil hat gezeigt, wie unmittelbar solche Begegnungen sein können. Beim Baselbieter Sommergaudi wurde der Sportplatz Känelmatt 2 zur Bühne für Musik, Wettkampf und ausgelassene Stimmung. Heimatliebi und die Stubete Gäng brachten Menschen unterschiedlicher Generationen zum Singen und Tanzen. Auf der Bühne und im Publikum trafen Kinder, Eltern und Grosseltern aufeinander. Aus Musik wurde ein Erlebnis und aus einem Konzertabend eine Erinnerung, die bleibt.
In Ettingen geht der Blick bewusst zurück. Der Kulturhistorische Verein feiert sein 50-jähriges Bestehen und sorgt dafür, dass die Geschichte des Dorfes nicht in Kellern und Archiven verschwindet. Werkzeuge, Bilder, Dokumente und Erinnerungsstücke erzählen im Guggerhuus von vergangenen Zeiten. Gleichzeitig richtet der Verein den Blick nach vorne. Sein Wissen soll an jüngere Generationen weitergegeben werden, damit Geschichte nicht nur aufbewahrt, sondern auch verstanden und weitergetragen wird.
Vier Gemeinden, vier Geschichten und vier unterschiedliche Facetten: Musik, Vereinsarbeit, Festkultur und Dorfgeschichte. Überall begegnen wir Menschen, die Zeit investieren, Ideen entwickeln und etwas für andere auf die Beine stellen. Der rote Faden dieser Ausgabe liegt deshalb nicht in einem einzelnen Thema, sondern in den vielen Aktivitäten, die vor Ort entstehen. Im Chorraum, im Vereinsvorstand, auf dem Sportplatz oder im Dorfmuseum.
Wer den BiBo liest, entdeckt genau solche Geschichten. Wir berichten nicht nur über Anlässe, sondern auch über die Menschen dahinter, ihre Motivation, ihre Ideen und die Details, die einen Beitrag besonders machen.
Viel Spass beim Lesen der aktuellen Ausgabe. Stephan Rüdisühli

