ABSTIMMUNG AM 18. MAI 2025
Campus Mühleboden: Fakten zum Projekt

  03.04.2025 Therwil

Die Gemeinde Therwil muss ihr über 50 Jahre altes Schulhaus Mühleboden dringend erneuern. Gleichzeitig nimmt der Bedarf an zeitgemässen Betreuungsangeboten zu. Mit dem «Campus Mühleboden» will die Gemeinde diese Herausforderungen gemeinsam angehen und das Areal zukunftsfähig entwickeln. Ob dafür ein Projektierungskredit von 4,111 Millionen Franken gesprochen wird, entscheiden die Stimmberechtigten am 18. Mai 2025.

 Die Gemeinde Therwil steht vor der Aufgabe, ihre Bildungs- und Betreuungsangebote den aktuellen Anforderungen anzupassen. Das 1971 in Betrieb genommene Schulhaus Mühleboden weist bauliche und technische Mängel auf und genügt den heutigen Lernanforderungen nicht mehr. Ein Teil des Unterrichts findet seit 2015 in Provisorien statt, deren Bewilligung Ende 2025 ausläuft. Gleichzeitig sind die weiteren Liegenschaften auf dem Mühlebodenareal in einem Zustand, der eine Gesamtsanierung nahelegt. Deshalb hat sich der Gemeinderat für einen umfassenden Ansatz entschieden, um das in der Zone für öffentliche Werke und Anlagen (OeW) gelegene Areal als «Campus Mühleboden» zu entwickeln – ein Zentrum für Bildung, Betreuung und Begegnung.

 Planungsprozess: Partizipative Vorgehensweise
Bereits 2022 genehmigte die Gemeindeversammlung 390’000 Franken für einen Studienauftrag. Von Anfang an wurde auf eine breite Einbindung gesetzt: Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler konnten ihre Anforderungen im Rahmen von Workshops einbringen. Ein Projektausschuss, in dem Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinderat, Verwaltung, Schulrat und Gemeindekommission vertreten sind, begleitet das Vorhaben. Entscheidend für das Konzept ist eine zeitgemässe Lernumgebung, die den pädagogischen Entwicklungen Rechnung trägt und den Bedürfnissen der Gemeinde auch langfristig gerecht wird.

 Das Architekturbüro Comte Meuwly aus Zürich überzeugte im Studienauftrag mit einer Lösung, welche die bestehenden Gebäude sorgfältig einbindet und auf die naturnahe Umgebung abstimmt. Im offiziellen Jurybericht wird das Siegerprojekt als «identitätsstiftend» gewürdigt.

 Nun soll die Projektierungsphase folgen, für welche ein Kredit von 4,111 Millionen Franken nötig ist. Dieser befasst sich mit Detailfragen, u. a.: Welche Gebäudeteile werden neu gebaut, welche saniert, wie lassen sich Nachhaltigkeit, CO2-Optimierung und Ressourcenschonung optimal umsetzen und welche finanziellen Auswirkungen sind zu erwarten? Im Zentrum steht dabei zunächst die Sicherstellung eines zeitgemässen Schulbetriebs mit integrierten Tagesstrukturen. In späteren Etappen können zusätzliche Einrichtungen wie eine Bibliothek oder die Sanierung weiterer Nebengebäude folgen.

 An der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember 2024 wurde der Projektierungskredit mit 85 Prozent Zustimmung (170 Ja, 23 Nein, 8 Enthaltungen) gutgeheissen. Gegen diesen Entscheid hat ein Referendumskomitee das Referendum ergriffen. Deshalb stimmen die Stimmberechtigten am 18. Mai 2025 über den Projektierungskredit erneut ab.

 Faktencheck Projektierungskredit statt Baukredit
Die Abstimmung betrifft 4,111 Mio. Franken für die Detailplanung. Über den Baukredit wird später separat entschieden.

 Keine 45 Millionen
Aktuelle Berechnungen veranschlagen rund 32,6 Mio. Franken für die Umsetzung. Die definitiven und verifizierten Kosten werden in der Projektphase berechnet und sind abhängig von der baulichen Umsetzung und der Nutzung.

 Finanzielle Tragbarkeit gegeben
Die Investitionen werden über mehrere Jahre verteilt. Verschiedene Finanzierungsmodelle werden geprüft und es wird eine ausgewogene Lösung angestrebt.

 Etappierte Umsetzung
Die Umsetzung des Projektes Campus erfolgt in Schritten. Diese erfolgen bedarfsgerecht bei gesicherter Finanzierung.

 Investition in die Zukunft
Neben modernen Lernräumen entsteht ein attraktiver Begegnungs- und Erholungsort für die Einwohnerinnen und Einwohner.

 Demokratisches Mitspracherecht
Über den eigentlichen Bau und die Kosten wird nach der Projektierung wird in der Gemeindeversammlung abgestimmt.

 Ob der Projektierungskredit bewilligt wird, entscheidet sich am 18. Mai 2025.
Mit einem Ja kann Therwil den nächsten Schritt in Richtung moderner Schul- und Betreuungsräume gehen.

 Ein Nein führt zum Verlust der Vorinvestitionen und bei einer neuen Beplanung des Mühlebodenareals unausweichlich zu höheren Gesamtkosten: dringende Erneuerungen werden verzögert, was wiederum steigende Unterhaltskosten verursacht und teure Ersatzbeschaffungen bei der Haustechnik notwendig macht.

 Unabhängig vom Ausgang ist klar: Therwil benötigt eine zeitgemässe und funktionsfähige Bildungsinfrastruktur.


 Weitere Informationen zum Projekt: www.campus-mühleboden.ch


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