Der Name ist Programm: Ein Feriencamp mit Herz
21.05.2026 OberwilNach erfolgreichem Start plant der Oberwiler Timothy Falconnier weitere «Sport & Spass»-Camps in den Sommerferien.
Timothy Falconnier gehört zu den grössten Talenten im Schweizer Tischtennis. Mit sechs begann er beim TTC Oberwil und spielte später auch beim TTC Rio-Star Muttenz, ehe er als 15-Jähriger sein Elternhaus verliess, um seine Karriere im Ausland voranzutreiben. Im Leistungszentrum des TTC Lampertheim setzte er seine sportliche Ausbildung fort und gehört derzeit zum Fanionteam des Vereins, das zu den Spitzenteams der 3. Bundesliga Nord gehört.
«Ich habe sicher mehr erlebt als die Meisten in meinem Alter», sagt der 19-Jährige, der auch Rückschläge zu verarbeiten hatte. So zum Beispiel einen Knorpelschaden im Ellenbogen im Mai 2024, der den Sportler zu einer langen Pause zwang. «Ich konnte über ein Jahr lang nicht trainieren», so der Oberwiler.
Während der Zwangspause begann sich der Schüler Gedanken zu machen, wie er seine Zeit sinnvoll nutzen könnte und begann, einem Kollegen bei der Durchführung eines Tischtenniscamps zu helfen. «Es war sehr erfolgreich und wir konnten unser Wissen weitergeben», erzählt Falconnier, in dem die Idee reifte, «das Gleiche, aber breiter und polysportiver» zu machen. Der Grundstein zu «Sport & Spass» war gelegt.
«Der Name ist selbsterklärend», lacht der Initiator, für den Sport und Spass zentral sind. «Der Sport war wichtig für meine Entwicklung. Viele meiner schönsten Erlebnisse verdanke ich dem Sport.» Was den Spass angeht, so musste Falconnier während seiner Verletzungspause feststellen, dass ihm nicht nur das Tischtennis selbst fehlte. «Ich realisierte, wie viel Spass ich beim Trainieren und Spielen eigentlich gehabt hatte.»
Das wollte der Sportler bei der «Sport & Spass»-Premiere in der Osterwoche dieses Jahres auch an die Kinder im Alter zwischen 5 und 13 Jahren aus der Region weitergeben. Selbstverständlich waren auch Kids aus Oberwil dabei. «Da habe ich meine Connections spielen lassen», meint der Organisator augenzwinkernd.
Über 20 Kinder kamen an den vier Tagen in die Vogelsang-Turnhalle in Basel. Im Gegensatz zu anderen Sportcamps musste man sich nicht für die ganze Woche anmelden, sondern konnte auch nur tageweise kommen. «Einige wollten wohl sehen, wie es läuft, und waren so begeistert, dass sie am nächsten Tag – und an den Tagen darauf – wiederkommen wollten», freut sich Timothy Falconnier, der zusammen mit drei anderen Leitpersonen durchs Camp führte.
Der Pilotversuch erwies sich als voller Erfolg, die Verantwortlichen bekamen viele positive Rückmeldungen. Das führte zum Entschluss, in den Sommerferien weitere Camps durchzuführen. «Die Nachfrage ist definitiv da, denn es ist für Familien eine willkommene Entlastung, wenn sie ihr Kind tagsüber abgeben können im Wissen, dass es etwas Sinnvolles macht und dabei gut betreut wird», sagt Falconnier.
Gleich vier «Sport & Spass»-Camps stehen diesen Sommer auf dem Programm, in Basel, in Bottmingen und selbstverständlich auch in Timothy Falconniers Heimat Oberwil. Vom 3. bis 7. August wird der Name täglich von 9 bis 16 Uhr auch im Wehrlinschulhaus Programm sein. Dabei wird auch viel Wert auf Abwechslung gelegt. «Wir machen Sportarten wie Tischtennis und Fussball, eine polysportive Olympiade, Spiele wie Fangis und noch viel mehr», verspricht der Organisator. Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf der Homepage sportundspass.ch. Kinder, die des Deutschen (noch) nicht mächtig sind, sind in den Camps ebenfalls in guten Händen. «Alle Leitpersonen können Englisch», bestätigt Falconnier. Alan Heckel



