Die Nähe zwischen Bewohnenden und Mitarbeitenden

  22.10.2026 Oberwil

Seit Anfang August steht DREILINDEN neu unter der Leitung von Sabine Waldner. Im Gespräch mit dem Lindenblatt berichtet sie von ihrem Werdegang, ihren ersten Eindrücken und der Absicht, die Zusammenarbeit in der Geschäftsleitung künftig zu stärken.

LINDENBLATT: Weshalb haben Sie sich für eine Tätigkeit in der Pflegebranche entschieden?
Die menschliche Seite an der Arbeit mit älteren Menschen hat mich schon immer besonders angesprochen. Ich empfinde es als sinnvolle und verantwortungsvolle Aufgabe, Menschen in einer Lebensphase zu begleiten, in der sie zunehmend auf Unterstützung angewiesen sind.

Besonders wichtig ist mir, dass ältere Menschen trotz Unterstützungsbedarf selbstbestimmt leben können und ihnen mit Respekt und Würde begegnet wird.

Weshalb haben Sie sich dazu entschieden, die Geschäftsleitung von DREILINDEN zu übernehmen?
Mir war DREILINDEN bereits vor meiner Bewerbung ein Begriff, da ich sieben Jahre in Oberwil gewohnt und dadurch einen Bezug zur Region habe. Umso interessanter war für mich die Möglichkeit, in diesem Haus die Verantwortung zu übernehmen.

Von Beginn an hatte ich den Eindruck einer Institution, die gut aufgestellt und stark in der Region verankert ist – gleichzeitig aber auch offen dafür, sich weiterzuentwickeln. Ich kann hier auf einem guten Fundament aufzubauen, die vorhandenen Stärken weiterführen und gemeinsam mit den Mitarbeitenden, der Geschäftsleitung und dem Stiftungsrat die Zukunft von DREILINDEN gestalten.

Inwiefern unterscheidet sich DREI-LINDEN von anderen Institutionen, die Ihnen vertraut sind?
Die Nähe zwischen den Bewohnenden und den Mitarbeitenden sowie die gute Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Bereichen ist mir hier schnell aufgefallen. Man begegnet und kennt sich. Der persönliche Austausch hat einen hohen Stellenwert.

Ebenso spüre ich eine starke Identifikation mit DREILINDEN. Viele Mitarbeitende sind schon lange hier und tragen viel Erfahrung, Wissen und auch ein Stück Geschichte des Hauses mit sich.

DREILINDEN ist stark in der Region verankert und ein bekannter Wert sowie für viele Menschen seit Jahren ein vertrauter Ort.

Gleichzeitig verfügt DREILINDEN über professionelle und gut etablierte Strukturen sowie viel Fachkompetenz in den unterschiedlichen Bereichen. Diese Verbindung von persönlicher Nähe und Professionalität empfinde ich als besonders wertvoll.

Sie sind nun seit rund 90 Tagen im Betrieb. Haben sich Ihre Eindrücke bestätigt?
Auf jeden Fall. Ich erlebe DREILINDEN als ein lebendiges Haus mit engagierten Mitarbeitenden und einer angenehmen, warmen und offenen Atmosphäre. Besonders schätze ich den Austausch und die vielen persönlichen Begegnungen, die mir helfen, das Haus mit seinen unterschiedlichen Bereichen immer besser kennenzulernen.

Ich entdecke und lerne nach wie vor jeden Tag Neues. Mir ist wichtig, mir dafür bewusst Zeit zu nehmen, zuzuhören und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen.

Ende August fand eine Retraite des Stiftungsrates mit den Mitgliedern der Geschäftsleitung statt. Was können Sie uns darüber berichten?
Die Zusammenarbeit habe ich als sehr konstruktiv und offen erlebt. Wir konnten uns intensiv darüber austauschen, wo DREILINDEN heute steht, welche Herausforderungen in den kommenden Jahren auf uns zukommen werden und wie wir uns zukunftsgerichtet aufstellen wollen. Wir möchten in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit und Verantwortung innerhalb der Geschäftsleitung weiterentwickeln. Die Geschäftsleitung soll stärker als gemeinsames Gremium funktionieren, mit klaren Verantwortungsbereichen. Jedes Mitglied bringt für seinen Bereich eine hohe Fachkompetenz und Verantwortung mit. Gleichzeitig wollen wir stärker bereichsübergreifend denken und Entscheidungen gemeinsam tragen.

Simon Eglin, 123 TEXT


Zur Person

Die Arbeit mit älteren Menschen zieht sich wie ein roter Faden durch den Werdegang von Sabine Waldner (47). Rund sechs Jahre leitete sie das Alters- und Pflegeheim Kannenfeld der Casavita Stiftung in Basel. Zuvor war sie als Leiterin Ressort Entlastung beim Schweizerischen Roten Kreuz Basel sowie als Abteilungsleiterin Services und Mitglied der Geschäftsleitung bei Pro Senectute beider Basel tätig.

Ihre Ausbildung verbindet betriebswirtschaftliches Fachwissen mit fundierter Kompetenz im Non-Profit-Management.

Sabine Waldner ist diplomierte Kauffrau BVS sowie diplomierte Verbands- und NPO-Managerin VMI der Universität Fribourg.

Den Ausgleich zum Arbeitsalltag findet Sabine Waldner vor allem draussen und in der Bewegung. Sie schwimmt und geht gerne spazieren und wandern. Ebenso geniesst sie auch einen gemütlichen Abend zu Hause, ein gutes Essen oder ein spannendes Buch. Eine grosse Leidenschaft, die sie mit ihrem Mann teilt, ist das Reisen.


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