HISTORISCHES MUSEUM
Ehrenamtliche entdecken zwei der ältesten Münzen

  08.01.2026 Forum

BiBo. Bereits 2023 kam in der Flur Bärenfels bei Arisdorf ein Hort mit 34 keltischen Silbermünzen aus der Zeit um 80/70 v. Chr. zum Vorschein. Im Rahmen einer Nachuntersuchung suchten die beiden Späher Wolfgang Niederberger und Daniel Mona im Frühjahr 2025 gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen das weitere Umfeld ab. Zur Überraschung aller Beteiligten fanden sie dabei zwei keltische Goldmünzen: einen Stater und einen Viertelstater.

Die Forschung nimmt an, dass die Einführung des Geldwesens in Mitteleuropa auf keltische Söldner zurückgeht. Diese wurden in Griechenland für ihre Dienste mit Münzen bezahlt und brachten diese bei ihrer Rückkehr in die Heimat mit. Um die Mitte des 3. Jahrhunderts vor Christus begannen die Kelten mit einer eigenen Münzprägung, indem sie Goldmünzen des makedonischen Königs Philipp II. (359–336 v. Chr.) imitierten. Auf der Vorderseite zeigen diese Münzen den Kopf des griechischen Gottes Apollon, auf der Rückseite ein Pferdegespann (Biga). Beide Motive haben die Kelten in ihrem ganz eigenen Stil angepasst. Zu diesen Nachahmungen gehören auch die beiden Goldmünzen von Arisdorf. Der Münzexperte Michael Nick bestimmte den Stater (Gewicht 7,8 g, Foto) als Typ Gamshurst und den Viertelstater (1,86 g) als Typ Montmorot.

Aufgrund der Seltenheit der beiden Goldmünzen beschlossen die Archäologie Baselland und das Historische Museum Basel, die Funde in die laufende Ausstellung «Schatzfunde» zu integrieren. Die Objekte werden gemeinsam mit den Silbermünzen vom gleichen Fundort ab März in einer Sondervitrine in der Barfüsserkirche in Basel zu sehen sein.


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