ARCHÄOLOGIE
Ein aussergewöhnliches Bronzebeil aus Burg im Leimental

  05.03.2026 Forum

BiBo. Der ehrenamtliche Mitarbeiter Sacha Schneider entdeckte am Schlossfelsen in Burg im Leimental ein massives Bronzebeil und eine Gewandnadel.

Der Heimatforscher Auguste Quiquerez berichtet 1864 in seiner Chronik zum Berner Jura, dass 1858 beim Schloss Biederthal (Burg i. L.) eine bronzene Sichel gefunden wurde. Im Sommer 2024 führte Sacha Schneider, ein Späher der Archäologie Baselland, im Steilhang des Schlossfelsens mit dem Metalldetektor eine Prospektion durch. Dabei entdeckte er ein massives, rund 22 Zentimeter langes Bronzebeil und etwas entfernt eine Gewandnadel. Alle Objekte datieren in die mittlere Bronzezeit um 1500 v. Chr.

Vergleiche führen über den Jura nach Grenchen. Dort kam 1856 bei der Erweiterung einer Quelle ein Depot mit vier Beilen, vier Sicheln und einem Schwertfragment zum Vorschein. Seither wird die spezifische Form dieser sogenannten Randleistenbeile nach dem Fundort als «Typ Grenchen» bezeichnet.

Das Dörfchen Burg liegt an der Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich. Die heute eher periphere Lage darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns in einer sehr fruchtbaren Region mit guten Verbindungen in Richtung Rheinund Rhonetal (Burgunderpforte) befinden. Funde im nahegelegenen Rodersdorf zeigen, dass die Menschen in der mittleren Bronzezeit dort siedelten. Ein weiteres Bronzebeil vom Typ Grenchen wurde 1968 beim Bau des Schwimmbads von Aesch gefunden und könnte eine Route ins Birstal anzeigen.


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