Ein Demenzpflegeheim für Bottmingen und Oberwil?

  26.03.2026 Bottmingen

Im BiBo vom 12. März 2026 informierte der Gemeinderat, dass der Bau eines Demenzpflegeheims, getragen von der «Stiftung Dreilinden Bottmingen-Oberwil», nicht realisiert werde, bzw. das Projekt abgebrochen sei. Diese Sachlage erstaunt schon sehr vor folgendem Hintergrund:

1. An der Gemeindeversammlung vom 21. März 2024 wurde mit wenigen Enthaltungen und ohne Gegenstimme der Realisierung des Baus durch Abgabe eines Baurechts auf 50 Jahre in der Löchlimatt zugestimmt. Es wurde klar festgehalten, dass ein Betreuungsbedarf für alte Menschen in beiden Gemeinden ansteht; eine Versorgungslücke sei latent.
2. Im Konsortialsvertrag der beiden Stiftungsgemeinden wird festgehalten, dass die Stiftung bestrebt ist, Bau oder Betrieb von Wohnformen für das Alter zu gewährleisten.
3. Ein Bauprojekt liegt vor.
4. Gemäss Communiqué des Gemeinde rates im BiBo besteht, unter Mitwirkung von Oberwil, ein Baurechtsvertrag zur Unterzeichnung vor.

Klar, finanzielle Elemente wie Baurechtszins und der Wert der Liegenschaft bei Ablauf des Baurechts sind wichtig und müssen verhandelt werden. Offensichtlich erfolglos.

Das kann doch nicht sein! Es geht um ein Dementenheim, die Betreuung von Menschen mit einer fatalen Krankheit, für die heute noch kein Medikament gewachsen ist. Wir Bottminger und Oberwiler sind alles Kandidaten demenzieller Einschränkungen. Wo liegt das soziale Gewissen der Stiftungsratsmitglieder gegenüber der Bevölkerung? Verhindert finanzielles Erbsenzählen und mangelnde Verhandlungsbereitschaft die Realisierung eines zentralen Projektes im Gesundheitsbereich des Leimentals?

Beat Hänni




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