Ein neuer Kunstrasen und eine LED-Flutlichtanlage zum 80. Geburtstag
29.10.2026 TherwilBei strömendem Regen wurde am Samstag der Vorwoche das neue Geläuf beim FC Therwil eingeweiht. Nach 22 Jahren war es Zeit für Ersatz geworden.
Beim Clubhaus des FC Therwil drängten sich alle ins Trockene, denn die Wolken hingen an diesem Samstag tief und entluden sich auf das Leimental. Vor der Tür mit Blick auf den neuen Kunstrasen standen auch Club-Präsident Manuel Heitz und Gemeindepräsident René Saner ins Gespräch vertieft.
«Der Kunstrasen ist vor einem Monat fertiggestellt und schon mehrfach bespielt worden», meinte Heitz. «Heute machen wir die offizielle Einweihung.» 2004 habe der FC Therwil einen der allerersten Kunstrasen gehabt, und dieser sei nun ans Ende seiner Lebensdauer gekommen. Bei der Gelegenheit wies der Club-Präsident auch auf die neue und «topmoderne» LED-Beleuchtung hin, die es bis hinten zum Hauptplatz gebe. Die alte Flutlichtanlage aus dem Jahr 1993 habe nicht mehr der Norm des Fussballverbands entsprochen. «Für die haben wir gar keine Ersatzteile mehr bekommen», so Heitz.
Für die Neuerungen (785’000 Franken für den Kunstrasen und 550’000 Franken für die Beleuchtung) komme finanziell die Gemeinde auf, der der Platz auch gehöre. «Es wäre schön gewesen, wenn es der FC gezahlt hätte», warf Saner lachend ein. Und Heitz erklärte: «Der Platz ist einer von den meistgenutzten in Therwil, denn er ist öffentlich zugänglich, was für einen Fussballplatz eher selten ist.» Der neue Rasen sei deshalb eine «sinnvolle Investition ins Soziale».
Trotz des Regens wurde auf dem hinteren Platz fröhlich gekickt. Die Kids, die bisher auf dem Kunstrasen gespielt hatten, packten langsam zusammen und verschwanden von der grünen Fläche. Auch unter dem Vordach des Clubhauses entstand Bewegung, denn alle drängten nun ins Clubhaus, wo es die offiziellen Ansprachen zur Einweihung gab.
«Wir feiern heute einen ganz besonderen Meilenstein», so Heitz, als alle einen Platz gefunden hatten. Der FC Therwil, gegründet am 10. Juli 1946, könne stolz auf die vergangenen acht Jahrzehnte zurückblicken. Stolz sei man auch auf den 1972 gegründeten Frauenfussballclub: «Er gehört zu den absoluten Pionieren und ältesten Frauenfussballvereinen der gesamten Schweiz.» Aktuell würden über 600 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer beim FC Therwil aktiv Fussball spielen. Mit Funktionären, Passivmitgliedern und Unterstützern zähle der Verein über 1000 Mitglieder. «Das ist eine beeindruckende, stolze Zahl für unsere Gemeinde», konstatierte der Club-Präsident.
Seine Dankbarkeit sprach er anschliessend nicht nur den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus, sondern auch der Therwiler Bevölkerung, der Gemeindeverwaltung, dem Werkhof, dem Gemeinderat und den Sponsoren. Sie alle würden einen lebendigen Treffpunkt für Jugendliche und Erwachsene möglich machen und so das soziale Miteinander fördern: «Der Zusammenhalt in unserem Dorf ist unser grösstes Gut.» Nach Heitz’ Worten war Gemeindepräsident René Saner dran, der in ein ähnliches Horn stiess: «80 Jahre Fussballclub – das sind acht Jahrzehnte voller Leidenschaft, grosser Kameradschaft, unvergesslicher Erlebnisse und zahlloser Momente, die Menschen zusammengebracht und bewegt haben.» Vor allem aber seien die 80 Jahre voll von ehrenamtlichem Engagement und grosser Verbundenheit mit und für den Sport und auch die Gemeinde Therwil. «Zu diesem stolzen Jubiläum gratulieren wir dem Verein von ganzem Herzen», so Saner.
Mit dem neuen Kunstrasen und der Flutlichtanlage setze die Gemeinde ein wichtiges Zeichen für eine moderne, leistungsfähige und nachhaltige Sportinfrastruktur. Von dieser Investition profitiere aber nicht nur der Fussballclub, der neue Platz sei ein Mehrwert für alle. Schule, Kindergärten sowie weitere Nutzerinnen und Nutzer könnten sich auf dieser wunderbaren Anlage austoben. «Der Sportplatz wird so zu einem wichtigen Ort der Begegnung, der Bewegung und des Miteinanders, ein Ort, an dem Jung und Alt zusammenkommen und Gemeinschaft erleben», erklärte der Gemeindepräsident.
Um dieses sportliche Miteinander schliesslich auch ganz anschaulich möglich zu machen, ging es nach den beiden Ansprachen wieder nach draussen, wo Heitz, Saner sowie der Projektverantwortliche Andrin Rieser symbolisch ein Band durchschnitten. Die neue Anlage war somit eröffnet.
Axel Mannigel


