FENSTER MARIASTEIN
Ein Tag der Migranten in Mariastein?
24.09.2026
Regio
Am Sonntag, 27. September 2026, feiern anderssprachige katholische Gemeinschaften gemeinsam den Tag der Migrantinnen und Migranten in Mariastein. Wieso gerade in Mariastein?
Nach dem Ersten Weltkrieg konnte Maria stein die Menschen wieder grenzüberschreitend verbinden: Pilger aus der deutschen, französischen und schweizerischen Nachbarschaft pilgerten friedlich miteinander zu Maria im Stein. Heute sind es andere Grenzen, die beim Besuch der lächelnden Frau im Stein ihre trennende Kraft verlieren. Die Wahrnehmung der Mönche sowie neuere Studien zum Wallfahrtsort Mariastein belegen eine enorme Zunahme von Pilgern und Besucherinnen aus unterschiedlichen Kulturen, die immer zahlreicher in und um Basel wohnen. Sichtbarer Ausdruck dafür sind die vielen Ex-Voto-Tafeln in den Sprachen dieser Menschen.
Am 27. September wird diese Vielfalt besonders sichtbar: Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache und kirchlicher Tradition kommen zusammen,um gemeinsam zu feiern,miteinander ins Gespräch zu kommen und Kirche als gemeinsames Unterwegssein über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg zu erfahren. Im Zentrum steht eine Eucharistiefeier um 11 Uhr mit Bischof Felix Gmür.Danach sind alle zu einer kleinen Degustation von Spezialitäten aus verschiedenen Ländern eingeladen. Das Mittagessen organisiert jeder selbst (Restaurants oder Picknickplätze vorhanden). Eine Andacht um 15.30 Uhr setzt den Schlusspunkt.
Der Anlass findet in Zusammenarbeit mit migratio, der Dienststelle der Schweizer Bischofskonferenz für Migrationspastoral, statt und gehört zum «besonderen Jahr 2026»: Vor 100 Jahren wurde die Klosterkirche zur päpstlichen Basilica minor erhoben und das Gnadenbild feierlich gekrönt.
