Fröhliches Markttreiben und viele Gespräche

  15.05.2026 Ettingen

Bei angenehmen Frühsommertemperaturen ging am Samstag der Gugger-Frühlingsmärt über die Bühne. An 20 Ständen gab es Lokales, Handgemachtes und Aussergewöhnliches zu entdecken.

Ganz egal, ob man noch auf der Suche nach einem Geschenk für den Muttertag war, aus Neugierde, um leckere Spezialitäten einzukaufen oder auch einfach nur, um einen schönen Tag zu verbringen: Der Besuch des Gugger-Frühlingsmärts auf dem Parkplatz der Gemeindeverwaltung am Samstag lohnte sich auf jeden Fall. Das Wetter zeigte sich mit seinen Frühsommertemperaturen von seiner besten Seite, Besucher und Verkäuferinnen hatten gute Laune, es gab Drehorgelmusik, feine Verpflegung von der Fasnachtsclique Houli-Mouli und 20 Stände, an denen es so einiges zu entdecken gab: Limoncello-Spritz, Kerzen, Topflappen, Vasen, Bilder, Blumen und noch vieles mehr.

Am Stand der Kommission für Altersfragen wurden fleissig Gespräche geführt, aber auch zwischen den Ständen blieb man immer wieder kurz stehen, traf Bekannte und wechselte ein paar Worte. Und dank des Kinderschminkens wurde es auch den jungen Marktbesuchenden nicht langweilig.

Wer Lust auf Kulinarisches hatte, kam ebenfalls auf seine Kosten: Es gab regionalen Honig und Konfitüre in mehreren Sorten sowie frisch gemachte Crêpes und Waffeln. Eine Besonderheit war der Stand von «Ettige global», einer Initiativgruppe unter dem Dach des Vereins «Ettige mitenand», die allerlei Spezialitäten aus Syrien, der Türkei und der Ukraine anbot. Die Gruppe trifft sich regelmässig zum kulturellen Austausch in Form von Musiknachmittagen, Gesprächsrunden oder Tanzabenden und war dieses Mal zum ersten Mal am Guggermärt dabei. «Unser Ziel ist, dass wir unsere Perspektive erweitern und andere Kulturen besser kennenlernen», erklärte Gruppenmitglied Francesca Incocciati im Kurzgespräch mit dem BiBo. So habe man sich an den Treffen beispielsweise schon mit Ramadan oder mit der Gastfreundschaft in Syrien auseinandergesetzt. Gegründet wurde die Gruppe vor einigen Jahren aufgrund des Ukrainekriegs.

«Ein Treffpunkt fürs Dorf»
Der Guggermärt, der einmal im Frühling und einmal im Herbst stattfindet, wurde vor 16 Jahren von Miranda Gorrengourt ins Leben gerufen. «Die Idee war, einen Treffpunkt fürs Dorf zu schaffen», berichtete sie von ihrer Motivation. Es sei zwar ein kleiner Markt, aber alles sei selbst gemacht und sehr lokal aus Ettingen. Auch freue sie sich darüber, dass der Markt verschiedene Generationen anspreche. «Die Standgebühren halten wir bewusst tief. So haben alle die Möglichkeit, sich hier zu präsentieren und andere Leute zu treffen. Das ist das Schöne daran.»

Wer den Gugger-Frühlingsmärt am vergangenen Samstag verpasst hat, darf sich auf den Herbstmärt freuen: Dieser findet am 17. Oktober ebenfalls auf dem Parkplatz der Gemeindeverwaltung statt und wird bestimmt mit einem genauso vielversprechenden Angebot aufwarten.

Nathalie Reichel


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