Für heute, morgen und übermorgen

  09.07.2026

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie unser Leimental in zehn, zwanzig oder gar fünfzig Jahren aussehen wird? Die Antwort darauf schreiben wir genau jetzt, im Hier und Heute. In unseren Gemeinden zeigt sich Tag für Tag, wie wertvoll das Zusammenspiel der Generationen ist. Es geht darum, Bewährtes zu bewahren, Wissen weiterzugeben und gleichzeitig den Mut zu haben, neue Wege zu gehen, damit unsere Dörfer auch künftig lebenswert bleiben.

Wie die Weitergabe von Lebenswerk und Leidenschaft gelingen kann, zeigt sich derzeit in Bottmingen. Im traditionsreichen Restaurant «Sonne» haben Steve Vernalde und seine Tochter Marina das Zepter übernommen. Während der erfahrene Gastronom seine jahrzehntelange Expertise einbringt, wächst die nächste Generation Schritt für Schritt in den Betrieb hinein. Ihr gemeinsames Ziel ist es, der «Sonne» neues Leben einzuhauchen und sie wieder zu jenem lebendigen Dorf-Treffpunkt zu machen, der sie über viele Jahre hinweg war.

Einen ebenso weitsichtigen Blick auf die Zukunft der jüngsten Generation bot das «Gaming & Sport Camp» in der Oberwiler Wehrlinhalle. Es zeigte eindrücklich, wie moderne Jugendarbeit aussehen kann. Statt die digitale Welt der Kinder zu verteufeln, verbanden die Veranstalter Gaming mit Bewegung und vermittelten zugleich Werte wie Fairplay und Medienkompetenz. So entstand eine Brücke zwischen der Alltagswelt der Jugendlichen und dem klassischen Vereinssport, etwa dem Schwingen.

Auch beim Jodlerklub Therwil stehen der Erhalt von Traditionen und die Freude am gemeinsamen Schaffen im Mittelpunkt. Trotz der grossen Herausforderungen am Eidgenössischen Jodlerfest in Basel bewiesen die Sängerinnen und Sänger eindrucksvollen Zusammenhalt. Und obwohl die Jurybewertung dieses Mal streng ausfiel, blickt Klubpräsident Walter Lang zuversichtlich nach vorne. Für ihn ist klar: Jodeln hält gesund und macht gute Laune. Mit dieser zeitlosen Botschaft möchte der Verein auch künftig neue, begeisterte Mitglieder gewinnen.

Wie wichtig es ist, in Generationen zu denken, zeigt schliesslich der Ettinger Wald. Beim Rundgang der Klimagruppe Leimental machte Revierförster Tim Oberkirch deutlich, dass die Forstwirtschaft heute deutlich kurzfristiger planen muss als noch vor wenigen Jahrzehnten. Um den Wald fit für die Zukunft zu machen, setzt der Betrieb auf gezielte Verjüngung und das Erproben neuer, widerstandsfähiger Zukunftsbäume. Es ist eine Investition in ein gesundes Ökosystem, von dem noch unsere Enkelinnen und Enkel profitieren sollen.

Ob im Familienbetrieb, in der Nachwuchsförderung, im Brauchtum oder im Naturschutz: Das Leimental investiert in seine Zukunft. Gestalten wir diesen Weg auch weiterhin gemeinsam, über alle Generationen hinweg.

Viel Spass beim Lesen der aktuellen Ausgabe. Stephan Rüdisühli


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