Jodlerklub Therwil am Eidgenössischen Jodlerfest

  09.07.2026 Therwil

Der Jodlerklub Therwil trat am Eidgenössischen Jodlerfest Basel auf. Nebst dem Auftritt vor der Jury half der Klub bei der Betreuung der anderen Formationen.

Nach dem Eidgenössischen Jodlerfest, das vom 26. bis am 28. Juni bei Rekordhitze in Basel stattfand, nahm sich der Präsident des Jodlerklubs Therwil, Walter Lang, Zeit für ein Interview.

Was hat Sie als Präsident des Jodlerklub Therwil am Eidgenössischen Jodelfest in Basel besonders stolz gemacht?
Dass wir uns trotz der Hitze und den vielen Aufgaben unseren Vortrag «Liebha» nach unserem Empfinden gut vorgetragen haben. Alle haben das Beste gegeben.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Auftritt des Jodlerklubs Therwil?
Leider ist die Benotung nicht nach unserem Gefühl ausgefallen.

Was heisst das?
Wir haben uns sechs Monate lang Mühe gegeben, «Liebha» zu lernen, möglichst gut und harmonisch aufzutreten. Vom Urteil der Jury sind wir darum ein wenig enttäuscht. Die Benotung kam am Montag nach dem Jodlerfest, in Form eines schriftlichen Berichts. Es gibt vier mögliche Noten, die von 1 (sehr gut) über 2 (gut) und 3 (befriedigend) bis 4 (ungenügend) gehen. Wir erhielten die Note 3.

Was führte zu dieser Benotung?
Harmonie und Aussprache – Feinheiten. Unser Dirigent Peter Dietrich wird uns aufgrund der schriftlichen Jurybewertung ganz genau dazu Rückmeldung geben, damit wir besser werden können.

Wie wichtig ist die Benotung für einen Club?
Bei einer Note 1 oder 2 kann man wieder am Jodelfest mitmachen. Bei einer 3 muss man sich vorher qualifizieren.

Steigert Bewertung durch die Jury die Nervosität?
Eigentlich nicht. Beim Singen hat man dafür keine Zeit. Da muss man schauen, dass man es so gut wie möglich macht. Erst wenn hinterher die Bewertung kommt, ist Enttäuschung da.

Wo trat der Jodlerklub Therwil überall auf?
In der Aula der Uni haben wir am Samstagnachmittag unser Lied «Liebha» vorgetragen. Es war das erste Mal, dass wir in der Aula der Uni aufgetreten sind – in der Kirche tönt das viel besser, denn die Decke der Aula schluckt den Hall. Die Aula der Uni eignet sich für vorgelesene Vorträge, nicht für vorgesungene (lacht). Wir haben auch auf dem Petersplatz im Jodlerdorf vier Lieder gesungen, mitten in der Menge. Dort war es gestossen voll. Das fand ich schön.

Wie lange dauerte die Vorbereitung auf das Eidgenössische?
Wir haben seit Januar in allen wöchentlichen Proben dieses Lied erlernt und geübt.

Was waren die grössten Herausforderungen?
Einen harmonischen Gesamtklang hinzukriegen mit guter Aussprache, Dynamik, schönen Melodiebögen und freundlichem Gesichtsausdruck.

Was hat der Jodlerklub sonst noch alles gemacht am Eidgenössischen?
Wir haben am Freitag und Samstag andere Klubs als Helfer betreut, die in der Predigerkirche und in der Peterskirche auftraten. Da waren einige wunderbare Ensembles dabei.

Wie haben Sie die Hitze bewältigt?
Die Hitze war enorm belastend. Es galt, viel Wasser zu trinken und möglichst im Schatten zu bleiben. Zum Glück kam es zu keinen medizinischen Zwischenfällen. Wir mussten niemanden aus unserem Klub zur Sanität bringen. Andere Klubs hatten da weniger Glück.

Was war Ihr persönliches Highlight?
Dass wir trotz Hitze unser Programm durchbringen konnten und dass alle Freude hatten.

Wie war der Austausch mit anderen Klubs am Fest?
Aus Zeitmangel fanden nur sporadisch kurze Gespräche statt. Der Grundtenor war positiv – es war ein gelungenes Jodlerfest.

Was sind die weiteren Highlights in Ihrem Klubjahr?
Am 31. Juli gestalten wir die 1. August-Feier bei der Mehrzweckhalle Therwil. Ausserdem findet am 10. Oktober unser Jodler-Obe in der MZH Therwil statt. Um 18 Uhr öffnet die Festwirtschaft und um 19.30 Uhr beginnt der Jodler-Obe.

Wie sind Sie zum Jodeln gekommen?
Das mit dem Singen hat sich nach meiner Pensionierung ergeben. 2008 stieg ich bei einem gemischten Chor in Basel ein. Als der Chor sich 2016 auflöste, fing ich beim Jodlerklub Therwil an. Seither bin ich dabei. Letztes Jahr starb unser Präsident Balz Canali, der das Amt mehr als 30 Jahre innehatte. Da rückte ich in diesem Februar als Vize ins Präsidium nach.

Wenn Sie potenziellen Neumitgliedern das Jodeln in einem Satz näherbringen müssten – was sagen Sie?
Jodeln ist gesund und macht gute Laune.

Gregor Szyndler


Der Jodlerklub Therwil probt am Dienstagabend um 19.30 Uhr in der Aula des Schulhauses Wilmatt in Therwil. Interessierte melden sich bei Walter Lang (061 681 32 26 oder lang_walter@ bluewin.ch).


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