Jubiläumswochenende der Aikido-Schule Leimental
01.10.2026 Leimental20 Jahre Aikido im Leimental: Die Aikido-Schule Leimental (ASL) feiert am Wochenende vom 17. und 18. Oktober ihr Jubiläum – und lädt dafür zu einem besonderen Verbandstag nach Bottmingen ein. Im Burggartenschulhaus treffen sich Aikidoka aus der deutsch- und französischsprachigen Schweiz zu gemeinsamen Trainings, Begegnungen und einer öffentlichen Demonstration.
Mit Fritz Heuscher Shihan, 7. Dan, aus Langenthal, Renata Jocic Shihan, 7. Dan, aus Bern, sowie Andreas Schneider Shidoin, 5. Dan, von der ASL stehen drei hochgraduierte und erfahrene Trainer auf der Matte. Heuscher und Jocic leiten neben nationalen Lehrgängen auch internationale Trainings, unter anderem in Bolivien, Mexiko, Tschechien, Holland und England.
Der Verbandstag der ACSA (Kulturelle Vereinigung für Aikido in der Schweiz) findet bereits zum siebten Mal unter der Organisation der Aikido-Schule Leimental statt. Nach 2014, 2016, 2019, 2023 und 2025 ist Bottmingen erneut Treffpunkt für Aikidoka aus zahlreichen Dojos. Die ACSA zählt rund 800 Mitglieder in 41 Dojos und ist damit der grösste Aikido-Verband der Schweiz.
Die Trainings beginnen am Samstag, 17. Oktober, um 10 Uhr. Nach zwei Einheiten am Vormittag wird am Nachmittag weitertrainiert, bevor um 17.30 Uhr mit dem Embukai eine öffentliche Aikido-Demonstration folgt. Interessierte sind ausdrücklich zum Zuschauen eingeladen. Anschliessend lädt die ASL zum Apéro und zur Jubiläumsfeier mit gemeinsamem Abendessen ein. Am Sonntag stehen nochmals drei Trainingseinheiten auf dem Programm, die sich speziell an Kinder und Erwachsene aus den regionalen Dojos richten.
Dass die Aikido-Schule Leimental heute ein solches Wochenende auf die Beine stellen kann, ist das Ergebnis eines langen Weges. Einer, der diesen Weg von Beginn an geprägt hat, ist Andreas Schneider.
Vom Keller-Dojo zum Aikido-Verein
Schneiders Weg begann Ende der 1980er-Jahre mit seiner Begeisterung für Aikido. Von 1989 bis 1993 absolvierte er seine Grundausbildung bei Michele Quaranta an der Budo Akademie Basel. Zusätzliche Privatlektionen folgten. 1996 legte Schneider bei Masatomi Ikeda in Zürich die Prüfung zum 1. Dan ab. Schon zuvor hatte er begonnen, selbst zu unterrichten – Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Mit dem Umzug seiner Familie nach Oberwil im Jahr 2004 nahm auch die Geschichte des Aikido im Leimental ihren Anfang. Im Keller des neu gebauten Reihenhauses richtete Schneider neben seiner Praxis für biodynamische Massagen ein kleines Dojo mit rund 15 Quadratmetern Mattenfläche ein.
Der entscheidende Impuls kam zwei Jahre später ausgerechnet in der Tramlinie 10. Auf dem Weg nach Oberwil traf Schneider seine ehemalige Schülerin Jacqueline Kokokiris. Aus dem Gespräch entstand die Idee, wieder gemeinsam Aikido zu trainieren. Christine Landolt, ebenfalls ehemalige Schülerin, kam dazu, ebenso Anna Welle, die heute als Co-Trainerin tätig ist. Die drei wohnten in Binningen, Oberwil und Rodersdorf – der Name «Aikido-Schule Leimental» war damit gefunden.
Im Herbst 2006 starteten die ersten Einführungskurse im Keller-Dojo. Bald wurde der Platz knapp. 2008 kam ein grösserer Raum im Postgebäude Bottmingen hinzu, der Ende 2009 aus feuerpolizeilichen Gründen wieder aufgegeben werden musste.
Eine neue Tür öffnete sich 2010 mit der Erwachsenenbildung Bottmingen. Schneider entwickelte einen Einführungskurs und erhielt dafür die Turnhalle des Hämisgartenschulhauses. Die Ausschreibung im Birsigtal-Boten brachte zahlreiche neue Interessierte. Bald konnte das gesamte Training dorthin verlegt und zusätzlich ein Kindertraining angeboten werden.
Aus der Interessengruppe entstand schliesslich ein Verein: Am 11. November 2011 wurde die Aikido-Schule Leimental gegründet. Seit 2013 wird an vier Tagen pro Woche trainiert. Jährlich finden zwei Lehrgänge mit Prüfungsvorbereitungen statt, seit 2014 zudem regelmässig ACSA-Lehrgänge mit Aikidoka aus der ganzen Schweiz.
Aus dem kleinen Keller-Dojo ist so über zwei Jahrzehnte eine feste Aikido-Gemeinschaft im Leimental gewachsen – und das Jubiläumswochenende im Oktober bildet einen besonderen Höhepunkt dieses Weges.
Brooke Keller



