LESERBRIEFE
Klares Ja zur Neutralitäts-Initiative
27.08.2026
Ettingen
Wie bereits bekannt, sind die zwei wichtigsten Säulen der Sicherheit unseres Landes die «Diplomatie und die Neutralität». Im 2. Weltkrieg war die Diplomatie der Schweiz mit ihren «Guten Diensten» die einer Grossmacht. Das war nur dank der Neutralität der Schweiz möglich. Das sollte auch heute gelingen, hat die Schweiz doch ein Heer von Diplomaten, die in über 100 schweizerischen diplomatischen Vertretungen weltweit tätig sind. Mit dem Sicherheitspolitischen Konzept 2026 strebt der Bundesrat die Kooperation mit der NATO an.
Der Bundesrat redet von Neutra lität, ist jedoch aktiv daran, die Zusammenarbeit mit einem militärischen Machtblock zu intensivieren. Die Nato ist ein aktives Kriegsbündnis, Jugoslawien- und Afghanistankrieg sind nicht vergessen. In Zeiten, wo Kriege zwischen grossen Nationen stattfinden und massiv aufgerüstet wird, gibt es für die Schweiz und ihre eigene Sicherheit nur einen gangbaren Weg, weiterhin ihre Neutralität in ihre humanitäre Tradition zu stellen, in ihre «Guten Dienste» und das Schweizerische Rote Kreuz. Das Rote Kreuz (IKRK) kann seine schwierige Aufgabe im Umfeld von Konflikten nur leisten, wenn die Schweiz auch für das Ausland eine glaubwürdige Neutralitätspolitik betreibt. Der eingeschlagene Weg des Bundesrates, die Zusammenarbeit mit der NATO zu intensivieren und gleichzeitig stets von Neutralität zu sprechen, ist auch der Schweizer Bevölkerung gegenüber höchst unehrlich.
Wir wollen keinen Krieg, wir wollen unabhängig ohne Diktat von Brüssel Sanktionen machen können, wenn es nötig sein sollte. Daher am 27. September ein klares Ja einlegen zur Neutralitäts-Initiative.
Housi Burkhalter, Ettingen
