LESERBRIEFE
Leben ohne Öl und Gas
30.04.2026
Ettingen
Wer die Empfehlungen zur Umstellung auf erneuerbare Energiequellen in den letzten Jahren befolgt hat, muss sich heute keine Gedanken über die steigenden Öl-/Gaspreise machen. Empfehlungen sind das eine – man muss es aber auch tun!
Wenn man mit Fernwärme, Holz und Wärmepumpen heizt, den Strom mit einer eigenen Solarstrom-Anlage (inkl. Batterie-Speicher) erzeugt und auf E-Autos umgestellt hat, muss man sich keine Sorgen mehr über die Preissteigerungen von Öl/Benzin und Gas machen. Die Umstellung auf erneuerbare Energie funktioniert in der Praxis einwandfrei. Die Mehrkosten gegenüber den «alten Energien» werden immer geringer und amortisieren sich bei weiteren Preiserhöhungen von Öl und Gas immer schneller. Mit erneuerbaren Energien ist man immer auf der Gewinnerseite – finanziell und ökologisch. Man muss es nur tun!
Dass es in der Praxis funktioniert, zeigt meine Situation. Seit 1 ½ Jahren sind wir ausschliesslich «erneuerbar» unterwegs. Die Pelletheizung wärmt das Haus. Eine ältere Warmwasser-Solaranlage produziert das Warmwasser. Die 10 kWp-Solarstromanlage mit einen 11 kWh-Speicher versorgt uns mit Strom, hier liegt die Eigenversorgung über 12 Monate bei 78 % inkl. Strom für das E-Auto. Ohne Auto lag die Eigenversorgung bei 98 %. Mit dem E-Auto legen wir pro Jahr 12’000 km zurück – 75 % des dafür benötigten Stroms laden wir direkt mit unserer Anlage. Derjenige Strom, den wir von Primeo noch beziehen müssen, ist «Ökostrom» (Primeo grün).
Ferien? Diese müssen auch sein – aber ohne Flugreisen! Flugreisen sind «Gift» für die CO2-Bilanz. Deshalb Ferien in der Region – mit dem E-Auto oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Fazit: Man darf nicht nur von der Umstellung auf erneuerbare Energien reden, sondern man muss diese Umstellung realisieren! Die Umstellungskosten sind – je schneller der Ölpreis steigt – umso schneller amortisiert.
Hans Weber, Präsident der Solargenossenschaft Gugger-Sunne
