POST
«Liebes Christkind, falls es dich gibt …»
27.11.2025
Forum
BiBo. Jedes Jahr ab Ende November schreiben Zehntausende Kinder aus der ganzen Schweiz an den Weihnachtsmann oder das Christkind. Die Briefe sind oft verziert und voller Zeichnungen und Wünsche.
Seit über 60 Jahren pflegt die Post eine einzigartige Tradition: Sie hilft dem Weihnachtsmann und dem Christkind, Tausende von Briefen zu beantworten. In einer Sonderfiliale im Tessin arbeitet ein Team von acht Wichteln. Sie sammeln, sortieren und ordnen die Briefe nach Sprache, damit jedes Kind eine Antwort bekommt. «Wir Wichtel krempeln die Ärmel hoch und sortieren die eintreffenden Berge von Briefen. Jedes Kind erhält eine Antwort von uns und natürlich ein kleines Geschenk», erklärt der Chefwichtel.
Auf die Frage, wie sich die Wünsche entwickeln, sieht der Wichtelchef vor allem eines: Kontinuität. Die meisten Briefe sind bunt und fröhlich. Manche gehen den Wichteln jedoch tief unter die Haut. «Ich erinnere mich an Briefe, die mich zu Tränen gerührt haben: Kinder erzählten vom Verlust eines kleinen Bruders oder eines Elternteils oder baten um Hilfe für einen arbeitslosen Vater. Solche Briefe sind eher selten, berühren einen aber tief», so der Wichtel.
Egal ob der Brief an den «Weihnachtsmann am Nordpol», das «Christkind» oder an den Weihnachtsmann: Die Post stellt sicher, dass alle Briefe am richtigen Ort ankommen. Wichtig ist, dass auf der Rückseite des Umschlags oder im Brief selbst der Name und die Adresse des Kindes klar ersichtlich sind. So kann das Christkind oder der Weihnachtsmann jedem Kind persönlich antworten. Um eine Antwort vor dem 24. Dezember zu erhalten, sollte der Brief bis zum 12. Dezember abgeschickt werden.

