LESERBRIEF
Nachhaltigkeit mit falschen Mitteln

  15.05.2026 Bottmingen

Die Geburtenrate in der Schweiz beträgt 1,29, wenn man die ausländischen Kinder mitzählt. Ohne die Fremden wäre der Wert wohl sehr viel tiefer! Um eine Gesellschaft ohne Zuwanderung zu erhalten, müsste die Geburtenrate bei 2,1 liegen. Den indigenen Schweizern ist es offensichtlich egal, ob sie weiterbestehen. Sie sind zufrieden, wenn vermögende Zuwanderer die AHV finanzieren und andere unattraktive Arbeiten in der Gastronomie, dem Detailhandel, auf dem Bau oder in der Alters- und Spital-Pflege erledigen. Dies führt offensichtlich gros se Nachteile mit sich.

Die 10-Millionen-Initiative will das Problem mit der Kündigung der Personenfreizügigkeit und einem strikten Kontingentsregime für Saisonniers in den Griff bekommen. Ich erachte das als falsches Mittel gegen eine echte Problematik. Grob gesagt geht es um eine Art Brexit. Wie wir heute wissen, haben die Briten mit der Aufkündigung der EU-Verträge zwar «Autonomie» zurückerhalten, sich aber wesentliche Nachteile eingehandelt: Den einfachen Bürgern geht es heute wirtschaftlich viel schlechter und die illegale Immigration hat sich überraschenderweise stark erhöht. Auch wir Schweizer müssen uns bewusst sein, dass wir bei der Migration auf die EU angewiesen sind. Ohne sie «marschieren» die Migranten unkontrolliert durch Europa in die Schweiz! Wir sollten die Fehler der Briten nicht nachmachen und die Probleme ohne Holzhammer lösen. Ich glaube auch nicht, dass mit der Annahme der sogenannten Nachhaltigkeitsinitiative die Geburtenrate steigen wird. Ich stimme deswegen dagegen.

Peter R. Marbet, Bottmingen




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