LESERBRIEF
Nein zur Individualbesteuerung – weils am Ende wir zahlen
12.02.2026
Oberwil
Wenn der Staat von «Vereinfachung» spricht, solltest du die Hand ans Portemonnaie legen!
Auf dem Papier klingt die Individualbesteuerung nach einer modernen Lösung, aber in der Realität bedeutet sie für viele Haushalte: mehr Belastung, mehr Papierkram, mehr Kosten.
Denn die Gegner warnen nicht ohne Grund vor neuen Ungleichheiten. Ehepaare mit nur einem Einkommen würden stärker belastet, während gut verdienende Doppelverdienerpaare profitieren. Das ist keine Fairness, das ist eine Umverteilung innerhalb der Mittelschicht und die Zeche zahlt am Ende die Haushaltskasse.
Und als ob das nicht reicht: Rund 1,7 Millionen zusätzliche Steuererklärungen müssten verarbeitet werden. Das bedeutet mehr administrativen Aufwand, mehr Kosten und am Ende mehr teure Stellen in der Verwaltung. Kurz gesagt: mehr Bürokratie, weniger Geld für das echte Leben.
Ich bin nicht gegen Veränderung, ganz im Gegenteil. Aber als Familienvater mit zwei Kindern und zwei berufstätigen Elternteilen lehne ich Änderungen ab, die am Ende vor allem eines bringen: mehr Aufwand und höhere Kosten für uns alle.
Darum ein klares Nein. Nicht, weil wir gegen Veränderungen sind, sondern weil diese Veränderung vor allem eins bringt: Mehr Aufwand und höhere Kosten – für uns alle.
Marc Schoeffel
