ZOO BASEL
Reptilienjahr 2025 im Rückblick
12.03.2026
Forum
BiBo. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Reptilienpopulation des Zoo Basel mehrere Veränderungen. Die Fühlerschlange (Erpeton tentaculatum) lebt seit längerer Zeit im Vivarium, ist aber erst seit Ende letzten Jahres im Schaubecken 31 zu sehen.
Die Tannenzapfenechse (Tiliqua rugosa) verdankt ihren Namen ihrem ungewöhnlichen Erscheinungsbild: Die grossen, rauen und überlappenden Schuppen sowie der kurze, dicke Schwanz, der optisch dem Kopf ähnelt, lassen die Tiere wie kleine Tannenzapfen wirken. Die Art wird etwa 35 bis 40 cm lang. Der Zoo Basel hält die Art seit 2017.
Erstmals überhaupt in einem Schweizer Zoo gelang dem Zoo Basel die Nachzucht des Kleinen Antillenleguans (Iguana delicatissima). Die Art, die ursprünglich auf den Kleinen Antillen heimisch war, ist heute stark bedroht: Durch die Einschleppung des eng verwandten Grünen Leguans (Iguana iguana) wurden viele Populationen verdrängt oder hybridisiert. Seit 2018 gilt der Kleine Antillenleguan als vom Aussterben bedroht (critically endangered).
Neben Schlupferfolgen und Neuankömmlingen gehören auch Todesfälle zum Alltag im Vivarium. So ist der letzte Stirnlappenbasilisk (Basiliscus plumifrons) im vergangenen Jahr gestorben. Angesichts der Bedeutung dieser Art für die Stadt Basel bemüht sich der Zolli um Nachzuchten derselben oder einer eng verwandten Art. Auch der Tigerpython (Python bivittatus) zeigt altersbedingte Veränderungen: Das Weibchen hat deutlich an Körpermasse verloren. Mit über 34 Jahren zählt es zu den fünf ältesten Tigerpythons in europäischen Zoos.

