IN EIGENER SACHE
Richtigstellung Artikel vom 8. Januar 2026, mit dem Titel «Costa Rica lag hinter der Toggessenmatte»
22.01.2026
Ettingen
Im Artikel, welcher im Zusammenhang mit einer Fotoausstellung erschienen ist, wurde geschrieben, dass bei der Umsiedlung der Rehe aus dem Friedhof Hörnli «ein Grossteil der Tiere an Stress gestorben» sei.
Diese Aussage ist sachlich falsch und bedarf einer Richtigstellung. Gemäss offiziellen Berichten von der Fondation Franz Weber an die Behörden zu den Umsiedlungen in den Jahren 2023 und 2024 wurden insgesamt 37 Rehe erfolgreich eingefangen und im Kanton Jura freigelassen. Bei Fang, Transport und Freilassung kam es zu keinen stressbedingten Todesfällen.
Ein einziges Tier musste eingeschläfert werden. Dieses Tier wurde nicht gefangen, sondern verletzt im Unterholz bei einer Fangaktion aufgefunden. Die Verletzung stand somit nicht im direkten Zusammenhang mit Fang, Transport oder Umsiedlung.
Nach der Umsiedlung wurden mehrere Rehe in den folgenden Monaten lebend beobachtet, was ihre erfolgreiche Integration in bestehende Bestände belegt. Die später verzeichneten Todesfälle betrafen Tiere nach der Umsiedlung und standen im Zusammenhang mit Prädation, Verkehrsunfällen, einem Hundeangriff sowie regulärer Jagd – nicht jedoch mit Stress durch die Umsiedlung.
Die Umsiedlung stellt eine tierfreundliche Form des Wildtiermanagements dar, die von einem professionellen Team von Wildbiolog/innen in Zusammenarbeit mit Dutzenden Freiwilligen durchgeführt wurde. Die Alternative zur Umsiedlung wäre der Abschuss gewesen.
Monica Biondo, Fondation Franz Weber
