BERATUNGSSTELLE FÜR UNFALLVERHÜTUNG (BFU)
Schneller unterwegs – höhere Unfallrisiken

  23.04.2026 Forum

BiBo. Der Langsamverkehr in der Schweiz ist vielfältiger und schneller geworden – vor allem durch den Einsatz von Elektromotoren. Gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) machen schwere Unfälle mit E-Bikes, E-Trottinetten und anderen E-Fahrzeugen einen bedeutenden Teil des Unfallgeschehens aus. Der Langsamverkehr ist längst nicht mehr langsam. E-Bikes, E-Trottinette und andere elektrisch unterstützte Fahrzeuge ermöglichen höhere Geschwindigkeiten bei grossem Komfort und sind für viele zu einer attraktiven Form der Fortbewegung geworden.

Gleichzeitig haben sie das Unfallgeschehen in den letzten Jahren spürbar verändert. Aktuelle Unfallzahlen zeigen: Viele Menschen verletzen sich schwer. In der Schweiz wurden letztes Jahr 586 E-Bike- und 152 E-Trottinett-Fahrende schwer verletzt. 24 Menschen auf E-Bikes verloren ihr Leben – und nach einem Jahr ohne Todesfälle starben nun auch wieder drei Personen auf E-Trottinetten.

Die Unfall- und Verletzungsrisiken im strombetriebenen Langsamverkehr sind vielschichtig. Zum einen bieten diese Verkehrsmittel wenig Schutz, denn es fehlt die «Knautschzone». Stürze werden nicht abgefedert. Zum anderen erhöht die elektrische Unterstützung die Geschwindigkeit, was den Bremsweg verlängert, die zur Verfügung stehende Reaktionszeit verkürzt und die Aufprallenergie erhöht.

Ausserdem wird man auf diesen Verkehrsmitteln aufgrund der schmalen Silhouette häufig zu spät gesehen; die Geschwindigkeit wird oft falsch eingeschätzt. Vielerorts unzureichend ausgebaute Velowege verschärfen die Situation weiter.

www.bfu.ch




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