Schöne Guggerfasnacht trotz Wetterkapriolen

  26.02.2026 Ettingen

Auch dieses Jahr war die Fasnacht richtig schön und abwechslungsreich. Einzig am Wetter müssen wir noch arbeiten.

Der Donnerstag mit dem Kinderumzug begann nicht gerade vielversprechend. Das heisst, es war ein wunderbarer Umzug, wie eh und je, aber das Wetter. Pünktlich mit der Strassensperre zwischen Aeschstrasse und Schanzgasse begann es erst ganz fein, später dann wie aus Kübeln zu giessen. Die jungen Schülerinnen und Schüler, aber auch die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, liessen sich deshalb aber nicht aus der Ruhe bringen.

Wie immer stellte die Gugger-Gugge am Schmutzige Donnstig ihren Mitgliedern im Rekizet ihre neuen Kostüme und vor allem ihre neu einstudierten Stücke vor. Gleichzeitig begann im Dorf die Beizenfasnacht mit dem Maskenball, welcher gegen Mitternacht mit der Prämierung seinen Höhepunkt fand.

Punkt 14.30 Uhr fiel dann am Sonntag mit drei Böllerschüssen der Startschuss. Schon mehr als eine Stunde vorher sind alle Zugänge zur Hauptstrasse mit den grossen Fasnachtswagen verstopft. Alle haben vorgängig vom Fasnachtskomitee einen genauen Aufstellungsplan erhalten, damit der Umzug zwischen Altane und Bahnhöfli reibungslos und ohne Stockungen losgehen kann.

Es war ein wunderbarer sonniger Tag und eine wunderbare herrliche Fasnacht. Dieses Jahr waren es rund 480 Teilnehmende an diesem Umzug. Es fuhren 17 grosse Wagen, 7 kleine Wagen, 15 Schissdräggzüügli und es liefen noch 5 Guggen mit. Insgesamt waren etwa 44 Formationen unterwegs. Mehr als je zuvor.

Die Fasnacht besteht aber nicht nur aus diesen zwei Stunden Umzug. Nein, da wird wochenlang gemeinsam in jeder Scheune, in mancher Garage und in vielen Gärten daran gearbeitet. Die Nähmaschinen der Mütter laufen während dieser Zeit auf Hochtouren. Diese Zeit schweisst die Jungen und auch die Alten besonders zusammen. Ohne die 480 auf der Strasse mitlaufenden und die unzähligen im Hintergrund mitarbeitenden wäre eine so schöne Fasnacht nicht denkbar.

Dann der Montag – Kinderfasnacht und wieder Regen. Die Kinder besammelten sich auf dem Parkplatz des Gemeindehauses und konnten mit den Fasnachtswagen durchs Dorf bis ins Schulhaus fahren. Dort ging die Party, trotz Regen, mit einer Konfettischlacht so richtig los.

Am Abend fand in den Beizen das sogenannte Schnitzeli statt. Die Schnitzelbankformationen unterhielten die Beizenbesucher mit ihren aberwitzigen Bänken. Wenn man einen Sitzplatz wollte, musste man schon lange vor der Fasnacht reservieren.

Am Dienstag geht es schon wieder so langsam zu Ende. Am Abend wurde die Hauptstrasse nochmals gesperrt, sodass vor dem Stöcklin-Sport eine Bühne aufgebaut werden konnte. Dort spielten dann diverse Guggen, welche wir seit Jahren kennen, und wir immer wieder gespannt sind, was sie dieses Jahr Neues spielen. Entlang der Hauptstrasse stehen nochmals alle grossen Fasnachtswagen, welche man ein letztes Mal von innen und aussen ansehen kann.

Am Sonntag vor dem Morgenstraich gibt’s dann als Abschluss und Höhepunkt das Fasnachtsfeuer. Vom Coop-Parkplatz läuft man, bestückt mit Fackeln, auf den Rebhügel, wo das Fasnachtsfeuer entfacht wird. Alle freuen sich dann schon aufs «Schiibli-Schiesse». Das war es dann wieder bis am Schmutzige Donnstig 2027, welcher bereits am 4. Februar beginnt.

Brigitte + Werner Stöcklin


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