LESERBRIEFE
Schweizer Neutralität
03.09.2026
Ettingen
Unser bewährter Schutzschild braucht Verfassungsschutz!
Am 27. September 2026 entscheiden wir über eine der wichtigsten Säulen unseres Staates: die Neutralität. Seit über 200 Jahren ist dieses Erfolgsmodell der Garant für Sicherheit, Stabilität und Wohlstand in unserem Land. Es ist kein Zufall, dass die Schweiz von den verheerenden Kriegen des 20. Jahrhunderts weitgehend verschont blieb. Es war das Ergebnis einer konsequenten, immerwährende und bewaffneten Neutralität.
Doch dieses Fundament bröckelt. In den letzten Jahren wurde die Neutralität durch eine Politik der «Flexibilität» und eine schleichende Annäherung an Militärbündnisse wie die NATO zunehmend aufgeweicht.
Mit der Übernahme der EU-Sanktionen gegen Russland hat der Bundesrat die Schweiz erstmals faktisch zur Kriegspartei gemacht und unsere Glaubwürdigkeit als unparteiischer Vermittler weltweit aufs Spiel gesetzt. Wer wirtschaftliche Zwangsmassnahmen ergreift, führt einen «Krieg mit anderen Mitteln», der oft nicht die Elite, sondern die unschuldige Zivilbevölkerung trifft.
Die Neutralitätsinitiative will genau hier Gegensteuer geben. Sie fordert, dass die Neutralität wieder immerwährend, bewaffnet und umfassend in der Bundesverfassung verankert wird. Nur wenn wir uns strikt aus fremden Konflikten heraushalten, bleiben wir ein verlässlicher Ort für die «Guten Dienste» und internationale Friedensverhandlungen. Ein neutraler Staat, der nicht Partei ergreift, kann Brücken bauen, wo andere blockiert sind. Neutralität bedeutet nicht Gleichgültigkeit, sondern die Freiheit, selbstbestimmt und unabhängig zu handeln. Wir dürfen unsere Sicherheit nicht fremden Mächten oder dem politischen Zickzack-Kurs in Bern überlassen. Kehren wir zurück zu dem Weg, der unser Land über Jahrhunderte stark gemacht hat.
Für eine freie, sichere und friedliche Schweiz gibt es am 27. September nur eine Antwort: Ja zur Neutralitätsinitiative!
Filiz Pinar, SVP-Präsidentin Ettingen
