FENSTER MARIASTEIN
Stimmen des Friedens

  12.03.2026 Regio

Frieden beginnt im Zuhören. Angesichts der aktuellen Lage leider brandaktuell, reflektieren die Basler Madrigalisten über Krieg, Widerstand und die Sehnsucht nach einem friedlichen, sinnerfüllten Leben. Neben der gregorianischen Weise «Da pacem Domine», um die sich der ganze Abend dreht, stehen Werke von bekannten Komponisten wie Heinrich Schütz, Leoš Janácˇek, Maurice Ravel, Benjamin Britten sowie Beiträge von Schweizer Komponisten, u. a. von Frank Martin, Edward Staempfli, Heinz Holliger und ganz aktuell von Francesco Hoch, auf dem Programm. Harfen- und Orgelklänge verbinden sich mit den 17 Singstimmen. Als Solist ist der bekannte Tenor Rolf Romei vom Theater Basel zu hören.

Das Ensemble macht hörbar, wie Komponierende verschiedener Epochen gegen sinnloses Leid ankämpfen. Es geht um den Verlust der Geliebten an der Front, so wie es der französische Komponist Maurice Ravel kurz vor dem 1. Weltkrieg selber beschrieb. Der englische Komponist, Pazifist und Schöpfer des berühmten «War Requiems» Benjamin Britten vertonte kurz vor dem Zweiten Weltkrieg einen Weckruf zum Erhalt der Demokratie. Der Schweizer Francesco Hoch wiederum liess sich von einem Zitat Selenskyjs inspirieren, das den Mut zum Widerstand und Ausdauer zum Thema hat. Bereits im 16. Jahrhundert prangerte der lutherische Theologe Cornelius Becker in einer eigenwilligen Psalmübersetzung das Gehabe der Mächtigen an, die auf Recht und Ordnung pfeifen sowie Gewalt und Frevel zulassen, ohne einzugreifen. Das hört sich aktueller denn je an. Die Gesänge mögen aufwühlen, jedoch gleichzeitig Kraft verleihen, um sich hoffnungsvoll der Zukunft zuzuwenden.

DA PACEM
Mariasteiner Konzertreihe
Klosterkirche Mariastein,
Sonntag, 15. März, 16 Uhr


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