ARBEITERSCHÜTZEN
Tatsächlich, alles geht mal zu Ende
22.01.2026
Bottmingen
Und schmerzhaft, mit der «Pensionierung» von Iris, unserer Schützenwirtin, geht nun ein weiteres Stück Bottminger Dorfkultur verloren. Der Schützen wird uns fehlen. Auch wenn es unterdessen (in Bottmingen) etwas ruhiger um die Arbeiterschützen geworden ist, die tollen Erinnerungen an «unsere» ehemalige Stammbeiz aber, die bleiben. 1991 ist es gewesen, die ganze Schweiz in Festlaune, 700 Jahre Helvetia. Nur, wir hatten nichts zu feiern! Denn, um nun Leute von weit her im Rest. Station einzuquartieren, war halt kein Platz mehr für Bottminger und ihre Vereine. Super! Nun standen halt wir auf der Strasse. Die Rettung: Iris hat nun uns in ihrem Haus Asyl und damit eine neue Heimat angeboten. Also haben wir in einem Trauerumzug unsere Fahnen- und Trophäenkästen auf ein Wägeli geladen und uns so vom Statiönli, auf den Weg durch den Feierabendverkehr, zum Schützen aufgemacht. Begleitet von einer Guggenmusik und dem «Negerbegräbnis». Und dort haben wir wieder echt gute Zeiten erlebt. An unsern Generalversammlungen wurden wir sogar ganz toll bekocht. Und hatte Iris etwas zu feiern, so baute man im Hof ein Festzelt für alle ihre Gäste auf. Ja, ich denke auch, dass Iris mit all dem Erlebten locker eine zweite, grüne «Dorfbibel» füllen könnte. Nun denn, danke, Iris, adieu Dorfbeiz. Zwar wird ja noch immer da und dort behauptet, die Bottminger Dorfbeiz befinde sich mitten im Dorf. In Wahrheit befand sie sich aber 200 m weiter unten, an der Baslerstrasse!
Arbeiterschützen, Marcel Pflüger

