SUVA – SCHWEIZERISCHE UNFALLVERSICHERUNGSANSTALT
Übermüdet im Job: Unfallrisiko fast doppelt so hoch
19.03.2026
Forum
BiBo. Schlafprobleme sind weit verbreitet: Jede dritte Person schläft schlecht, jede zehnte leidet an einer chronischen Schlafstörung (Insomnie). Die Folgen zeigen sich auch am Arbeitsplatz. Schlafmangel reduziert Reaktionsfähigkeit und Konzentration. Auch die motorischen Fähigkeiten sind eingeschränkt: Übermüdete Personen stolpern häufiger, lassen Gegenstände fallen oder unterschätzen Gefahren. Menschen mit chronischer Insomnie haben gemäss internationalen Studien gar ein zwei- bis zweieinhalbfach erhöhtes Risiko für Arbeitsfehler und Unfälle.
Wer weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft, verliert im Schnitt rund sieben Arbeitstage pro Jahr durch Krankheit oder verminderte Leistungsfähigkeit. Selbst bei sechs bis sieben Stunden Schlaf sind es noch rund 3,7 Tage mehr im Vergleich zu ausgeschlafenen Mitarbeitenden. Schlafprobleme sind zudem häufig ein langfristiges Phänomen: Rund die Hälfte der Betroffenen leidet auch nach mehreren Jahren weiterhin unter anhaltenden Beschwerden.
Chronischer Schlafmangel erhöht ausserdem das Risiko für psychische Erkrankungen sowie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Schlaganfall. Ausgeschlafene Mitarbeitende sind konzentrierter, treffen bessere Entscheidungen und fallen seltener krankheitsbedingt aus.
Die Schlafgesundheit stärken
• Erreichbarkeit klar regeln und Überzeit begrenzen
• Führungskräfte sensibilisieren
• Wo machbar, flexible Arbeitszeiten ermöglichen
• Pausen und kurze Power-Naps fördern
• Schulungen zu Stressbewältigung und Schlafhygiene anbieten
