Ungewöhnlicher Banntag 2026
21.05.2026 EttingenDer Begegnungstag für Neuzugezogene und Alteingesessene, für Junge und Alte.
Ettingen ist es einfach nicht gewohnt, dass es an einem Festtag nicht schönes Wetter ist. Die Dorfbevölkerung kann man in zwei Gruppen aufteilen. Diejenigen, welche zur gegebenen Zeit zum Fenster rausschauen und die anderen, die lieber einem Wetter-App glauben. Gerade deshalb kamen wohl dieses Jahr nur etwas mehr als die Hälfte der zu erwartenden Ettingerinnen und Ettinger an den Treffpunkt beim roten Kreuz an die Schanzgasse, denn das Wetter am Fenster war schön und das in der App eben nicht.
Benno Graber als Vertreter der Einwohnergemeinde und Felix Thüring als Bürgerratspräsident begrüssten die Anwesenden kurz vor 10 Uhr zu diesem gemeinsam organisierten Anlass und wünschten allen, bei doch gutem Wetter, einen schönen Banntag. Die Ansprachen waren recht kurz, was wohl allen Teilnehmenden recht war, weil sich schon die ersten schwarzen Wolken vom Elsass her zeigten.
Ettingen liegt nun mal am Blauen, das heisst, bis zum Mittagsrastplatz geht es nur aufwärts. Die Route führte dieses Jahr über den Steinweg–Alter Plattenweg–Lochmattenweg zum Cholholz. Die ist wohl die angenehmste Route, weil sie bei schönem Wetter durch den schattigen Wald und bei regnerischem Wetter, wie dieses Jahr, unter dem schützenden Blätterdach durchführt.
Kurz vor dem Plattenpass wurden die Teilnehmenden mit einer Stärkung, warmem und kaltem Tee (mit oder ohne!), Nüsse, Brot und Pommes-Chips überrascht. Dieser Halt wird jedes Jahr von den jungen Ettingern organisiert. Etwas weiter oben erhielten alle Wanderer einen Verpflegungsbon für ein «Waldfest» und ein Getränk. Die letzten Meter bis zur Mittagsrast auf dem Cholholz, wo ein Verpflegungsstand wartete, mussten im Regen zurückgelegt werden. Auffallend ist, dass immer mehr Familien mit Kindern sich diesem Banntag anschliessen und so die Stimmung sehr locker ist. Schon bald brannten viele Feuer, um welche sich Familien, Bekannte und bisher Unbekannte scharrten und sich ihr Mitgebrachtes teilten.
Das Wetter, ja eben das Wetter spielte dieses Jahr nicht so richtig mit. Immer wieder kam es zu kleineren Regengüssen und bei der Mittagsrast kam es dieses Jahr sogar zu Graupelschauer. Aber schon bald danach schien auch schon wieder die Sonne. So kann man getrost sagen, dass das Wetter dem Anlass keinesfalls geschadet hat.
Für die Familien mit Kleinkindern und/oder Kinderwagen gab es wie alle Jahre eine Alternativroute. Das hiess Lochmattenweg-Blockhütte. Für alle, die nicht mehr so gut zu Fuss sind, wurde auch dieses Jahr am Nachmittag ein Taxibetrieb vom Dorf in die Blockhütte und zurück eingerichtet.
Nach dem Mittagessen zogen die Teilnehmenden in kleinen und grösseren Gruppen Richtung Blockhütte. Dort wurde der Festbetrieb, wie auch schon der Mittagsrast, seit vielen Jahren von der Männerriege betrieben. Unabhängig vom Wetter spielte der Musikverein auch dieses Jahr wieder bei der Blockhütte, was das Fest so richtig abrundete.
Brigitte und Werner Stöcklin






