Wachsen durch Verantwortung

  15.05.2026

Wer Blumen pflanzt, übernimmt Verantwortung, auch wenn das Ergebnis oft erst nach Wochen oder Monaten sichtbar wird. Man muss sich kümmern, giessen, Geduld haben und darauf vertrauen, dass etwas wachsen kann. Ähnlich ist es auch in unseren Gemeinden. Ob bei der Betreuung von Kindern, der Planung eines Dorfes oder der Organisation eines Marktes: Vieles funktioniert nur, weil Menschen Verantwortung übernehmen und sich engagieren. Genau davon erzählen die Themen dieser Woche im BiBo.

In Therwil zeigt sich derzeit besonders gut, wie viel Organisation hinter einer funktionierenden Kinderbetreuung steckt. Was auf den ersten Blick selbstverständlich wirkt, ist in Wirklichkeit sehr aufwendig: Die Kinder müssen zur Mittagszeit abgeholt, begleitet und wieder an ihren Ort gebracht werden. Dass Kitas und Tagesfamilien dafür kaum genügend Personal finden, macht deutlich, wie stark solche Angebote von Engagement und Flexibilität abhängen. Es geht dabei nicht nur um Wege und Zeiten, sondern auch um Vertrauen, Verantwortung und darum, Kindern gute Rahmenbedingungen zu bieten.

Auch in Bottmingen steht Verantwortung im Zentrum, allerdings mit Blick auf die Zukunft der ganzen Gemeinde. Die Ortsplanung zeigt, dass Entwicklung nur dann gelingen kann, wenn sie gemeinsam gestaltet wird. Rund 180 Einwohnerinnen und Einwohner haben sich eingebracht und darüber diskutiert, wie Bottmingen im Jahr 2050 aussehen soll. Das ist bemerkenswert und wichtig. Denn eine Gemeinde lebt nicht von Plänen allein, sondern von den Menschen, die sie mitprägen. Wer mitredet, übernimmt Mitverantwortung – und genau das macht eine gute Dorfentwicklung aus.

Wie wertvoll solche Begegnungen sind, zeigen die Märkte in Oberwil und Ettingen. Dort geht es zwar nicht um grosse politische Fragen, dafür aber um etwas ebenso Wichtiges: das Leben im Dorf. In Oberwil bringt der neue Wochenmarkt frische Produkte, Gespräche und Bewegung ins Zentrum. Der Gugger-Frühlingsmärt in Ettingen ist wiederum längst mehr als ein Markt mit schönen Sachen und feinem Essen. Er ist ein Treffpunkt für Jung und Alt, ein Ort für Austausch und ein Zeichen dafür, dass das Dorfleben dort besonders gut gelingt, wo sich die Menschen Zeit füreinander nehmen.

Am Ende zeigt sich überall dasselbe: Wo Menschen Verantwortung übernehmen, entsteht Leben im Dorf. Es sind viele kleine Beiträge, die zusammen etwas Grosses entstehen lassen – wie bei einer Pflanze, die nur mit Pflege und Geduld gedeiht. Nehmen Sie sich Zeit und lesen Sie den BiBo in aller Ruhe! Brooke Keller


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