NATUR & UMWELT
Waldpflege: Massnahmen für Sicherheit und Biodiversität
03.04.2025
Bottmingen
In den vergangenen Wochen wurden entlang der Pfaffenrainstrasse in Bottmingen Waldarbeiten durchgeführt, die insbesondere die Entfernung von Eschen und Robinien umfassten. Diese Massnahmen haben vereinzelt Fragen und Besorgnis in der Bevölkerung ausgelöst. Die Gemeinde möchte daher die Hintergründe und Ziele dieser Arbeiten erläutern.
Warum wurden Bäume gefällt?
Die Eschenkrankheit, die bereits 2022 festgestellt wurde, hat sich in den letzten Jahren weiter ausgebreitet. Befallene Eschen stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, da sie unkontrolliert umstürzen können. Um Schäden an angrenzenden Siedlungen sowie an Wegen und Plätzen zu vermeiden, mussten betroffene Bäume entfernt werden. Neben den Eschen waren auch zahlreiche Robinien altersbedingt in einem schlechten Zustand und stellten eine Gefahr dar.
Auswirkungen auf die Tierwelt
Die durchgeführten Massnahmen verändern das Landschaftsbild, doch Wildtiere passen sich solchen Veränderungen an. Waldflächen unterliegen auch durch natürliche Ereignisse wie Stürme einem ständigen Wandel. Die gezielte Pflege der Waldränder fördert zudem die Artenvielfalt, indem mehr Licht und Wärme in diese Übergangsbereiche gelangen.
Wiederaufforstung und zukünftige Entwicklung
Die gerodeten Flächen werden nicht sich selbst überlassen. Vielmehr folgt nun eine gezielte Wiederaufforstung mit einheimischen Baum- und Straucharten, darunter Eichen, Linden und Edelkastanien. Ziel ist es, einen artenreichen und stabilen Baumbestand zu entwickeln. Die Pflanzungen sind für das Frühjahr 2025 vorgesehen und werden unter der Leitung des Forstreviers Allschwil/Vorderes Leimental durchgeführt.
Die Gemeinde ist sich bewusst, dass solche Eingriffe vorübergehend zu einem ungewohnten Landschaftsbild führen. Doch sie sind notwendig, um langfristig einen gesunden und stabilen Wald zu gewährleisten, der sowohl ökologische als auch sicherheitsrelevante Anforderungen erfüllt.
Für weitere Informationen oder Rückfragen steht das Forstrevier gerne zur Verfügung.